Wie kann der demografische Wandel bewältigt werden?
Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung umfasst gemäß der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die folgenden Gestaltungsfelder:
- Arbeitsaufgabe,
- Arbeitsorganisation,
- soziale Beziehungen sowie
- Arbeitsumgebung.
Demografischer Wandel: Gestaltungsfelder
Demnach gilt eine Arbeitsaufgabe für die Arbeitsmotivation und die Arbeitszufriedenheit als wesentlich, wenn sie angemessen fordert und fördert.
Die Gestaltung der Arbeitsorganisation umfasst sowohl die Arbeitszeit als auch die Arbeitsabläufe.
Im Hinblick auf die sozialen Beziehungen sind ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander ein wesentlicher Faktor für eine langes Erwerbsleben.
Im Rahmen der alter(n)sgerechten Gestaltung der Arbeitsumgebung stehen in erster Linie Veränderungen der körperlichen Leistungsfähigkeit über die Altersspanne im Vordergrund.
Zu guter Letzt nehmen auch die Rahmenbedingungen im Unternehmen Einfluss darauf, ob Interventionen positiv wirken können.
Analysen sind Voraussetzung für Maßnahmen
Eine Implementierung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen setzt eine Analyse mehrerer Unternehmenskennzahlen voraus. Dazu zählen vor allem krankheitsbedingte Fehlzeiten sowie die Altersstruktur. Daneben müssen auch physische und psychische Belastungen, beispielsweise im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG, ermittelt werden.
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) rät zu einer alter(n)skritischen Gefährdungs- und Belastungsbeurteilung, um gesundheitsschädliche Belastungen zu reduzieren bzw. gänzlich zu vermeiden, und so die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten langfristig zu sichern, zu fördern und zu verbessern.
Kombination von Maßnahmen empfehlenswert
Ein entscheidender Aspekt bei einer alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung ist die Kombination aus verhältnis- und verhaltensorientierten Maßnahmen, wie ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze und Schulungen zu alter(n)sgerechter Führung. Zudem sollten individuelle Unterschiede bei der Arbeitsgestaltung (dynamische oder differenzielle Arbeitsgestaltung) berücksichtigt werden. Eine alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung kann jedoch nur dann funktionieren, wenn Akzeptanz auf allen Unternehmensebenen gesichert ist. Aus diesem Grund ist es bei der Planung sowie Umsetzung der Maßnahmen von elementarer Bedeutung, dass die gesamte Belegschaft mit einbezogen und geschult wird.
Demografischer Wandel: Weiterbildung
Wie der Weg zu demografiefesten Unternehmen mithilfe eines BGM gestaltet werden kann, lernen die Studenten des Studienganges Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement mit dem Schwerpunkt BGM der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.
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