08.02.2016 | Psychische Gesundheit

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf unseren Gemütszustand?

Macht der glücklich oder nicht?
Bild: Haufe Online Redaktion

Zu wenig Bewegung und zu wenig Schlaf können krank machen. Körperlich und seelisch. Doch wie sieht es mit der falschen Ernährung aus? Wissenschaftler wollen in mehreren Studien belegen, dass die Ernährung auf die Psyche einwirkt.

In der alternativen Medizin versucht man schon seit Langem, auch über die Ernährung die Gemütslage des Patienten zu beeinflussen. Die ayurvedische Medizin unterscheidet z. B. unterschiedliche Gemüts-Typen. Dem Zusammenhang zwischen Nährstoffen und seelischer Gesundheit will man jetzt auf den Grund zu gehen.

Man ist, was man isst: Wie wirkt unsere Ernährung auf die psychische Gesundheit

Welche Rückschlüsse sich aus welchen Lebensweisen ziehen lassen, ist so eine Sache. Der wissenschaftliche Zusammenhang nicht immer einfach zu führen. So stellt sich etwa die Frage: Kann es am deftigen Essen liegen, dass in Bayern mehr Menschen an Depressionen leiden als in anderen Region von Deutschland? Oder werden junge Menschen durch fett- und zuckerreiches Fast Food nicht nur dick, sondern auch seelisch krank?

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf unseren Gemütszustand?

Erste Ergebnisse lassen folgende Zusammenhänge zu:

  • Omega-3-Fettsäuren senken das Schiziphrenierisisko,
  • eine modifizierte mediterrane Ernährung senkt das Risiko an Depressionen zu erkranken,
  • Vitamin-D-Mangel erhöht das Schizophrenierisiko um das Doppelte,
  • Folsäure wirkt ähnlich wie ein Antidepressivum,
  • Probiotika – gute Bakterien für den Darm – heben die Stimmung und verbessern die Denkfunktion,
  • bestimmte Nährstoffmischungen lindern Angstzustände.

Neues Fachgebiet derErnährungswissenschaften: Nutritional Psychology

Die Wissenschaft interessiert sich immer mehr dafür, wie die Ernährung die seelische Gesundheit beeinflusst. Nutritional Psychology heißt das Fachgebiet, das sich damit beschäftigt.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Ernährung nicht nur in der Kardiologie oder bei Diabetes eine Rolle spielen sollte, sondern dass Essgewohnheiten auch in der Psychiatrie wichtig seien, wie die „Welt“ schreibt.

Prävention und Behandlung psychische Erkrankungen durch die richtige Ernährung

Einerseits geht es um Prävention. Denn psychische Erkrankungen nehmen in unserer Gesellschaft auch zu, so vermuten die Wissenschaftler, weil wir zu viel sitzen und uns falsch ernähren.

Doch die Wissenschaftler vermuten auch, dass sich Erkrankungen nicht nur vermeiden lassen, sondern dass manche Nährstoffe sogar statt Medikamenten zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt werden könnten.

Schlagworte zum Thema:  Gesunde Ernährung, Ernährung, Psychische Gesundheit, Psychische Erkrankung, Psychische Belastung, Psychische Störungen, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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