Wearables sind ein häufig genutztes Element des digitalen BGM. Bild: Samsung

Digitalisierung ist in aller Munde und wird vor allem im Zusammenhang mit Industrie 4.0 oder Arbeiten 4.0 thematisiert. Doch auch im BGM werden digitale Lösungen immer präsenter: Ob Webinare zu Gesundheitsthemen, Gesundheitsapps oder Schrittzähler am Handgelenk der Mitarbeiter – das digitale BGM ist vielfältig und findet immer mehr Beachtung.

Das digitale BGM ermöglicht die Übertragung von vorhandenen oder neu erfassten Daten im Rahmen eines BGM in ein digitales Format mit dem Ziel der Verbreitung in und über Datennetze/n. Das Portfolio des digitalen BGM reicht von Informationssystemen (z. B. Intranet) über Softwarelösungen und Apps bis hin zu Datenerfassungssystemen (z. B. Fitness-Tracker). Smartphones, Tablets und tragbare Sensoren (Wearables) sind dabei wesentliche Medien, die viele innovative Möglichkeiten eröffnen.

Umfrage zum digitalen BGM

Laut einer Umfrage der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (2016) wird das digitale BGM in den nächsten 5 Jahren eine hohe Bedeutung bekommen. Kaum verwunderlich, denn gerade die „Digital Natives“, auch bekannt als Generationen Y und Z, fordern vermehrt den Einsatz digitaler Medien in der Arbeitswelt.

Digitale Allrounder im BGM

Einer der größten Vorteile, der sich durch den Einsatz digitaler Medien im BGM ergibt, ist die transparente und schnelle Informationsbereitstellung: Unternehmen können standortübergreifend flexibel und zu jeder Zeit über anstehende betriebliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung informieren und Onlinecoachings anbieten. Auch Mitarbeiterbefragungen können über digitale Instrumente erfolgen, so dass die Möglichkeit der Teilnahme zeit- und ortsunabhängig wird.

Auch durch spielerische Elemente (Gamification), z. B. in Form von Apps, kann die Motivation zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten gesteigert werden. Begünstigt wird das dadurch, dass viele Apps und Softwarelösungen die individuell gesetzten Gesundheitsziele visualisieren und Erfolge messen. Zudem können Wearables, Apps und Co. auch im Privatleben genutzt und Aktivitätsverhalten, Schlafdauer und Stresspegel gemessen und gespeichert werden.

Unternehmen profitieren von digitalen Lösungen, weil die Gesundheitsdaten zusammengeführt werden und dadurch ermittelt werden kann, ob das Gesundheitsverhalten in die richtige Richtung geht.

Voraussetzungen und Hürden für ein Digitales BGM

Trotz aller Vorteile kann man nicht davon ausgehen, dass ein digitales BGM das „analoge“ BGM komplett ersetzen kann. Selbst wenn digitale Elemente die Informationsverbreitung und Datenerfassung erleichtern, sind persönlicher Kontakt und Motivationsförderung von Seiten der Führungsebene und Arbeitskollegen wichtig für den Erfolg eines BGM.

Neben der flächendeckenden Verfügbarkeit technischer Möglichkeiten spielen auch Informationen über deren Nutzen und Anwendung eine wichtige Rolle.

Beim Einsatz digitaler Lösungen ist zudem der Datenschutz zentral, gerade in puncto Erhebung von Gesundheitsdaten. Entscheidend für ein digitales BGM ist, dass möglichst viele Mitarbeiter die digitalen Medien nutzen und bereit sind, dem Unternehmen ihre Daten in anonymisierter Form zur Verfügung zu stellen.

Integration des digitalen BGM: So geht´s

Wie eine sinnvolle und nutzbringende Integration des digitalen BGM gelingen kann, zeigen Experten der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in den Kurz-Seminaren: „Praxiswissen BGM. Erfolgreiche Gestaltung eines BGM im Unternehmen“. Informationen zu Terminen, Veranstaltungsorten und Themen des Seminars finden Sie unter www.dhfpg.de/bgm-Seminar.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliches Gesundheitsmanagement, Digital

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