09.06.2016 | Sharing Economy

Der Effekt des Teilens auf die Umwelt

Prominentes Beispiel der Sharing Economy: Car-Sharing
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wenn zwei, drei oder gar vier Personen sich ein Auto teilen, schont das Ressourcen. Außerdem müssen weniger Flächen für Parkplätze asphaltiert oder gepflastert werden. Welche Vorteile bringt das Teilen für die Umwelt und gibt es auch Nachteile?

Alles hat mit der Idee begonnen, dem Konsumverhalten unserer Gesellschaft etwas entgegenzusetzen, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Viele Dinge braucht man zeitlich nur begrenzt. Während der verbleibenden ungenutzten Zeit kann es jemand anderes nutzen. Ein Modell, dass auch für Unternehmen interessant sein kein.

Carsharing ist ein Wirtschaftsmodell der Sharing Economy

Aus der Idee des Teilens haben sich ganze Wirtschaftszweige entwickelt. Carsharing oder Leihfahrräder finden sich in allen größeren Städten. Aber auch Käufergemeinschaften haben sich gebildet. So gibt es Nachbarschaften, die sich gemeinsam ein Auto anschaffen und sich die Kosten dafür teilen. Ziel ist es, unabhängig mobil zu bleiben, ohne die Straßen mit unnötig vielen Autos zu verstopfen.

Sharing Economy kann auch den Konsum wecken

Für die Entwicklung von Verkehrskonzepten ist das Carsharing allerdings nicht nur von Vorteil. So ist z. B. in Köln die Fahrt für zwei Personen mit einem Car to go günstiger als mit der Straßenbahn oder dem Bus. Das entlastet zwar die oft überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel, erschwert aber auch deren Ausbau. Denn je mehr Personen sich für die individuelle Fortbewegung entscheiden, desto weniger werden die Alternativen genutzt und verlieren so an Relevanz.

Mit Umweltfreundlichkeit wirbt auch das Internetportal Airbnb. Sein Angebot an privaten Übernachtungsmöglichkeiten trage zum Umweltschutz bei, da Mitwohngäste weniger Strom, Wasser und Treibhausgase verbrauchten als Hotelgäste. Doch das ist nur die eine Seite. Günstige Übernachtungsangebote wie bei Airbnb wecken auch die Reiselust und belasten so in anderen Bereichen die Umwelt.

Wer also die Umweltverträglichkeit berechnen will, muss auch die Herstellungs-, Unterhaltungs- und Verbrauchskosten sowie mögliche Folgekosten bedenken. Denn in manchen Fällen kann der Konsumspargedanken auch zum Bumerang für die Umwelt werden.

Sharing Economy beim Fuhrpark - der Mix macht's

Der Mix ist der entscheidende Faktor für einen umweltbewussten Fuhrpark mit erfolgreicher Bilanz. Auch kleinere Unternehmen können mixen, wenn es um ihren Fuhrpark geht. Dafür nutzen sie am besten zusätzlich externe Angebote: Leihfahrräder gibt es in jeder größeren Stadt. Autovermietungen ermöglichen es, ein Auto für eine bestimmte Einsatzzeit zu mieten.

Ein Auto, das nur rumsteht, ist eine schlechte Kapitalanlage. Es verliert an Wert und verursacht trotzdem Kosten. Unternehmen, in denen Fahrzeuge nicht ausgelastet sind, sollten darüber nachdenken, ihren Fuhrpark zu verkleinern. Car-Sharing kann dann eine kostengünstige Alternative zum firmeneigenen Auto sein. Mehr dazu lesen Sie im Haufe-Top-Thema Umweltschutz beim Fuhrpark - freie Fahrt für ökologische Lösungen.

Schlagworte zum Thema:  Sharing, Car-Sharing, CSR

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