Rückenbelastungen im beruflichen Alltag
Rückenbelastungen sind so vielfältig wie die verschiedenen Arbeitsplätze. Die einen müssen etwa beim Gepäckverladen schwere Lasten heben. Andere nehmen für Stunden eine Zwangshaltung ein, wie etwa Fliesenleger, wenn sie auf dem Boden knien. Schwere Lasten oder zwanghafte Körperhaltungen sind oft zu viel für den Rücken.
Lösungen für schwere körperliche Rückenbelastungen
Um Belastungen des Muskel-Skelett-Apparats bei der Arbeit durch zu viel Gewicht zu vermeiden, gibt es oft technische Lösungen wie beispielsweise Hebehilfen. Außerdem, so Ellegast, muss man bei schweren körperlichen Tätigkeiten darauf achten, dass die Belastungsphasen mit ausreichend langen Pausenzeiten abwechseln.
Das Büro braucht vor allem Bewegung im beruflichen Alltag
Anders sieht es bei den Büroberufen aus, so Ellegast. Wer im Büro oder Call Center arbeitet, bewegt sich oft viel zu wenig. Der Körper ist unterfordert. Die Muskeln verkümmern. Auf lange Sicht hilft da nur Bewegung, auch am Arbeitsplatz.
Das Institut für Arbeitsschutz führt dazu aktuell eine Pilotstudie durch. Ermittelt werden soll, wie sich bewegungsaktive Büroarbeitsplätze auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken. Auch die Praxistauglichkeit wird geprüft.
Wer wissen will, wie sich die Rückenbelastung reduzieren lässt: Gefährdungsbeurteilung durchführen
Ellegast ist davon überzeugt, dass sich Investitionen gegen Rückenbelastungen lohnen. Allerdings bemängelt er, dass viele gar nicht wissen, wodurch ihre Beschäftigten belastet sind. Mit einer Gefährdungsanalyse ließe sich das herausfinden. Und dann seien es oft bereits einfache Maßnahmen, die eine positive Veränderung bewirkten.
Das Interview mit Dr. Ellegast ist bei der Unfallkasse Post und Telekom (UK PT) erschienen.
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