03.02.2016 | Psychische Gesundheit

Was vor Burnout schützen kann

Vorsicht bei der Berufswahl - wer seine Arbeit dauerhaft als Belastung empfindet, leidet unter erhöhtem Burnout-Risiko
Bild: Haufe Online Redaktion

Kann man sich vor Burnout schützen? Auslöser seien schlechte Arbeitsbedingungen, das Alter, eine instabile Persönlichkeit - von allem etwas oder doch etwas ganz anderes? Eines ist sicher: Burnout ist schon länger bekannt.

Wissenschaftler haben drei Kernsymptome formuliert, die das Burnout-Syndrom beschreiben: emotionale Erschöpfung, eine subjektiv empfundene verminderte Leistungsfähigkeit sowie die Depersonalisierung, also sich leblos und unwirklich fühlen.

Burnout ist schon länger bekannt

Das Online-Portal des Spektrum-Verlags hat Elf Mythen über Burnout zusammengestellt. Erklärt wird, was beim Burnout wissenschaftlich bewiesen ist und wo es sich um unhaltbare Vermutungen handelt.

So wird das Phänomen z. B. nicht erst seit heute, sondern schon seit Mitte des 20. Jh. wissenschaftlich untersucht. Und auch die Annahme, dass eine bestimmte Altersgruppe besonders davon betroffen sei, ist nicht haltbar.

Das kann vor Burnout schützen

Unterschiedlichste Studien und Untersuchungen zeigen, welche Faktoren das Burnout-Risiko beeinflussen. Hier einige Schlussfolgerungen dazu, unter dem Aspekt, was vor Burnout schützen kann.

  • Achten Sie bei der Berufswahl auf Ihre Interessen und Talente, sonst steigt das Risiko, dass Sie Ihre Arbeit irgendwann als Belastung empfinden.
  • Achten Sie aber auch stets auf eine gesunde innere Distanz zu Ihrer Arbeit, damit Ihr Idealismus und Ihr Engagement Ihnen noch genug Luft für die anderen Dinge im Leben lassen.
  • Falls Sie eine berufstätige Frau sind, sollten Sie darauf achten, dass die Mehrbelastung durch Haushalt und Kindererziehung bzw. Pflege von Angehörigen nicht ausschließlich bei Ihnen hängen bleibt.
  • Lernen Sie den richtigen Umgang mit Stress, damit z. B. soziale Konflikte am Arbeitsplatz nicht zu einer emotionalen Belastung werden.
  • Pflegen Sie soziale Kontakte. Ein fürsorglicher Freundeskreis und ein stabiles familiäres Umfeld sorgen für Sicherheit und Geborgenheit im Privatleben.
  • Hinterfragen Sie Ihre Anforderungen – auch die an sich selbst – und ständige Mehrfachbelastungen. Vielleicht ist es an der Zeit, hier etwas zu ändern.
  • Nehmen Sie an einem Persönlichkeitstraining teil, wenn Sie ängstlich oder unsicher sind.
  • Holen Sie sich professionelle Hilfe, wenn sie zu Gefühlsschwankungen neigen, leicht reizbar sind oder immer wieder mit Schuldgefühlen kämpfen.

So trägt der Arbeitgeber zum Schutz gegen Burnout bei

Auch der Arbeitgeber kann dazu beitragen, dass Burnout bei der Arbeit kein Thema wird. Dafür sollten Arbeitsgeber

  • ihren Mitarbeitern Handlungsspielraum am Arbeitsplatz einräumen und
  • sie weitgehend selbst entscheiden lassen, wie sie ihre Tätigkeit und ihr Arbeitsumfeld gestalten wollen.
  • ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringen und sie gerecht entlohnen. Denn das stärkt die Zufriedenheit und die Persönlichkeit.

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Schlagworte zum Thema:  Burnout, Psychische Belastung, Psychische Gesundheit

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