Depressionen bei Männern lange unerkannt
Depressionen galten jahrzehntelang als typische Frauenkrankheit. Die Symptome, die das Krankheitsbild beschreiben, wurden ausschließlich bei Frauen festgestellt und über das Leiden der Frauen definiert. So wurde übersehen, dass auch Männer depressiv sein können. Denn bei ihnen sind die Symptome oft deutlich anders, wie Forschungen zeigen.
Depressionen bei Männern mit hoher Dunkelziffer
Experten gehen davon aus, dass in Deutschland drei bis vier Millionen Männer im Laufe ihres Lebens an Depressionen erkranken. Rund 100.000 Männer versuchen sich schätzungsweise deshalb jährlich das Leben zu nehmen. Männer gehen seltener zum Arzt und sind therapeutischen Behandlungen gegenüber bisher weniger aufgeschlossen. Männer mit solch einem Verhalten machen drei Viertel der Selbsttötungen aus.
Sucht als vermeintlicher Ausweg aus psychischen Problemen
Viele Männer können sich psychische Probleme nicht eingestehen. Hilflosigkeit und Überforderungen sind für sie „unmännlich“. Statt Hilfe anzunehmen, beißen sie sich durch, statt Tränen gibt's Alkohol, Spiele oder andere Räusche. Experten bezeichnen die Flucht in ein süchtiges Verhalten als typisch männlich.
Männer zeigen oft körperliche Symptome bei Depressionen
Gefühllosigkeit und innere Leere nehmen Männer zwar wahr, doch vor allem körperliche Beschwerden werden behandelt. Erschöpfung, Kopf-, oder Rückenschmerzen sowie Magen-Darmbeschwerden können ein Signal für eine Depression sein. Ein typischer Hinweis ist auch, dass es dem Betroffenen nicht mehr gelingt, sich zu erholen.
„Männer weinen nicht. Depressionen bei Männern“: lesenswert
Das Buch „Männer weinen nicht. Depressionen bei Männern“, geschrieben von drei Fachleuten, informiert über die Krankheit unter verschiedenen Gesichtpunkten. Interviews, Bezüge zur Berufswelt sowie ein Depressions-Selbsttest erschließen das Thema unter verschiedenen Aspekten. Zudem werden Therapien vorgestellt, die für Männer entwickelt wurden.
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