Nur Biofleisch garantiert ohne Hormone
Die Umweltorganisation hat in einer Studie ermittelt, dass durch den Einsatz hormonell wirksamer Medikamente bei Muttersauen in großen Schweinezuchtanlagen zunehmend Ferkel in unnatürlich hoher Anzahl geboren werden.
Hormonbelastetes Schweinefleisch kommt in den Handel
Die Muttertiere würden irgendwann geschlachtet, und ihr Fleisch könne in den Handel gelangen, erläuterte Agrarexpertin Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dem dpa-Themendienst.
Zwar gebe es vorgeschriebene Wartezeiten nach der letzten Hormongabe bis zur Schlachtung bzw. Höchstmengen für Hormon-Rückstände im Fleisch. Aber da die Kontrollen auf diese Rückstände viel zu lückenhaft seien, sei nicht auszuschließen, dass z. B. ein Schnitzel eine hohe Hormonbelastung aufweise.
Wer hormonfreies Schweinefleisch möchte, muss zu Produkten aus dem Ökolandbau greifen
Verbraucher können dem Fleisch nicht ansehen, ob das Tier hormonell behandelt wurde. Wer sicher sein will, dass das nicht so war, sollte besser zu den entsprechend gekennzeichneten Produkten aus dem Ökolandbau greifen.
Die Hormone werden Benning zufolge bei gesunden Sauen eingesetzt, damit diese möglichst gleichzeitig paarungsbereit sind und besamt werden können. So bringen die Tiere auch zeitgleich ihre Ferkel zur Welt. Das sei für Ferkelerzeuger wichtig, weil die Schlachthofkonzerne sie belohnen, wenn sie möglichst viele Tiere auf einmal abliefern, erläuterte die Expertin.
Hormone können auch über das Trinkwasser in den Menschen gelangen
Umweltschützer sorgen sich nicht nur um das Tierwohl, sie befürchten auch, dass mit der Gülle hormonell wirksame Substanzen verstärkt in Böden und Gewässer und damit ins Trinkwasser gelangen könnten. Auch auf diese Weise können die Hormone dann in den menschlichen Körper gelangen.
Umweltschützer warnen vor Folgen des Fleischkonsums
Weltweit seien schon 70 %der Ackerflächen mit Tierfutter belegt. "Diese Flächen fehlen den Ärmsten beim Anbau ihrer Lebensmittel", sagte Barbara Unmüßig, die Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung, bei der Vorstellung des Fleischatlas 2013.
Zur Mitte des Jahrhunderts werden die Menschen weltweit 470 Mio.Tonnen Fleisch essen und damit 150 mio. Tonnen mehr als heute, heißt es in dem Bericht.
Reinhild Benning verwies darauf, dass die Deutschen 2012 pro Kopf durchschnittlich 60 kg Fleisch aßen. Das waren zwar gut 2 kg weniger als im Vorjahr. 15 bis 30 kg - wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen - seien jedoch völlig ausreichend.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.441
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
6731
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
556
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
528
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
365
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
318
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
181
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
161
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
147
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
124
-
KI am Arbeitsplatz: Chancen und Herausforderungen
24.06.2026
-
Wie KI Hautschäden schneller erkennt und verhindert
15.06.2026
-
Neue Biomonitoring-Methode deckt Phthalat-Belastungen auf
10.06.2026
-
Wie Geräusche die Arbeitsleistung beeinflussen
05.06.2026
-
Was Unternehmen jetzt zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten wissen müssen
03.06.2026
-
3 Tipps für mehr Akzeptanz des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Unternehmen
29.05.2026
-
DGUV Barometer Arbeitswelt 2026: Arbeitsschutz steigert "Krisenresilienz"
26.05.2026
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
18.05.2026
-
Wie effektiv ist Betriebssport? Wissenschaftliche Studien liefern gemischte Ergebnisse
12.05.2026
-
Psychische Gesundheit im Betrieb: ifaa-Studie 2026
07.05.2026