Hohe Arbeitsintensität stellt Gesundheitsrisiko dar
Vergleicht man die Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen aus den Jahren 2006, 2012 und 2018 unter dem Aspekt der Arbeitsintensität zeigt sich, dass Termin- und Leistungsdruck sowie sehr schnelles Arbeiten zurückgegangen sind. Wirken jedoch mehrere negative Arbeitsbedingungen zusammen, wird Arbeit als Belastung wahrgenommen.
Arbeitsintensität: Zeitdruck und Störungen belasten stark
Als besonders belastend werden empfunden:
- das Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit,
- ein starker Termin- und Leistungsdruck sowie
- Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit.
49 % fühlen sich beim Zusammenwirken von 5 belastenden Arbeitsbedingungen erschöpft
Kommen zu den drei oben genannten Arbeitsbedingungen noch sehr schnelles Arbeiten sowie die Betreuung verschiedener Arbeiten gleichzeitig, dann fühlen sich 49 % der Beschäftigten von ihrer Tätigkeit erschöpft.
Handlungsspielraum und Feedback sorgen für Entlastung bei hoher Arbeitsintensität
Um Stresspotentiale zu senken, sollten Arbeitgeber darauf achten, dass die Beschäftigten einen angemessenen Handlungsspielraum über Geschwindigkeit, Inhalt und Anordnung ihrer Aufgaben haben. Außerdem sollten die Führungskräfte ihre Mitarbeiter u. a. durch regelmäßiges Feedback unterstützen.
Erholungspausen sollten einen gesunden Ausgleich darstellen
Bei wem sich eine hohe Arbeitsintensität nicht vermeiden lässt, der sollte vor allem auf einen gesunden Ausgleich achten. Dazu gehören Erholungspausen, die regelmäßig und ausreichend lang durchgeführt werden ebenso, wie deren gesundheitsförderlichen Gestaltung. Wer also viel und lange am Computer sitzt, sollte die Pausen nicht mit seinem Smartphone verbringen, sondern besser spazieren gehen oder sich mit Kollegen unterhalten.
Weitere Ergebnisse aus den BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen sind im Faktenblatt
Zeitdruck und Co - Wird Arbeiten immer intensiver und belastender? zusammengefasst.
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