Schichtarbeit macht dick
21 Personen nahmen an der kontrollierten Laborstudie teil. Die Forscher analysierten unter anderem die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Teilnehmer. Der Versuch dauerte 29 Tage. Ein Tag im Schlaflabor dauerte allerdings 28 Stunden. Die Schlafdauer wurde auf 6,5 Stunden begrenzt. Übertragen auf einen normalen 24-Stunden-Tag entspricht dies einer täglichen Schlafdauer von 5,6 Stunden.
Geringer Stoffwechsel – hohe Blutzuckerwerte
Bei den Messungen kam heraus, dass der Körper auf die andere Taktung sehr schnell und deutlich reagiert. Nachdem die innere Uhr aus dem Takt geraten war, produzierte der Körper weniger Insulin. Nach einer Mahlzeit stieg bei den Teilnehmern der Blutzuckerspiegel enorm an. Bei einigen Teilnehmern traten bereits nach wenigen Wochen frühe Symptome von Diabetes auf. Zudem sank bei allen der Ruheumsatz um acht Prozent. Das entspricht einer Gewichtszunahme von mehr als zehn Kilogramm pro Jahr, wenn die Ernährung nicht angepasst wird.
Langfristige gesundheitliche Auswirkungen
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein gestörter Schlafrhythmus – etwa durch Schichtarbeit oder ständiges Reisen in unterschiedliche Zeitzonen – die Gesundheit auf Dauer schädigt. Zu den möglichen Erkrankungen zählen Diabetes, Übergewicht und andere Stoffwechselprobleme.
Reichen Erholungsphasen aus?
Nachdem die Studienteilnehmer neun Tage regelmäßig und lange genug geschlafen hatte, normalisierten sich die Werte bei ihnen wieder. Die Wissenschaftler bezweifeln aber, dass dies auch bei jahrelanger Schichtarbeit noch der Fall ist. Sie empfehlen deshalb, die Arbeitszeiten von Schichtarbeitern so selten wie möglich zu wechseln. Auch ein Jetlag wie er bei Flugbegleitern oder Piloten wiederholt auftreten kann, birgt ein erhöhtes Risiko.
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