Computerarbeit mit gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen
Wer in der Buchhaltung oder Verwaltung tätig ist, verbringt die meiste Zeit am Computer. 90 % davon arbeiten häufig am Bildschirm. In den Bauberufen sind es dagegen nur 20 % der Beschäftigten. Die Zahlen stammen aus der BiBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung von 2012. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen auch, welche psychosomatischen Beschwerden bei den Computervielnutzern überdurchschnittlich oft auftreten.
50 % der Arbeitszeit findet am Computer statt
Bei der Befragung kamen Erwerbstätige zwischen 15 und 65 Jahren zu Wort. 66 % davon gaben an, häufig und 16 % manchmal am Computer zu arbeiten. Die Computernutzung beansprucht durchschnittlich knapp 50 % der Arbeitszeit, so die BAuA-Fakten Berufliche Computernutzung: Chancen und Risiken für Erwerbstätige.
Computerarbeit bedeutet oft auch Termin- und Leistungsdruck
Ein Vorteil: Wer am Computer arbeitet, kann sich seine Arbeit oft selbst einteilen. Bei der Umfrage gaben dies 77 % an. Allerdings klagten 57 % der am Computer Beschäftigten, oft unter starkem Termin- und Leistungsdruck arbeiten zu müssen.
Augenbrennen oder emotionale Erschöpfung durch Computerarbeit
Beschäftigte, die beruflich häufig den Computer nutzen, leiden überdurchschnittlich oft während oder nach der Arbeit an folgenden psychosomatischen Beschwerden:
- Augenbrennen oder -schmerzen,
- Kopfschmerzen,
- Nervosität oder Reizbarkeit sowie
- emotionale Erschöpfung.
Beschäftigte müssen vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden
Die Wissenschaftler der Studie gehen davon aus, dass die oben genannten psychosomatischen Beschwerden in der digitalen Arbeitswelt an Bedeutung gewinnen werden. Sie empfehlen Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Beschäftigten vor den Risiken geschützt werden, die bei der beruflichen Nutzung von Computern auftreten. Dafür sollten entsprechende Studien durchgeführt und Handlungsempfehlungen entwickelt werden.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
2.101
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
1.7881
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
890
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
391
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
386
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
245
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
205
-
Wie viele Schritte soll man am Tag gehen
1743
-
Dürfen Mitarbeiter frei bestimmen, wie sie ihre Pause verbringen?
166
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
159
-
Gallup-Index: Emotionale Bindung bleibt schwach, Führung gefragt
16.03.2026
-
EU-Maschinenverordnung 2023/ 1230: Änderungen für Unternehmen
12.03.2026
-
Hürden der Teilnahme: Warum Beschäftigte BGF-Angebote meiden
10.03.2026
-
BAuA-Bericht: Aktuelle Zahlen zu Arbeitsschutz und Gesundheit
04.03.2026
-
Borreliose als Berufskrankheit: Anerkennung erleichtert
02.03.2026
-
Digitale Betreuung: Kritik daran wächst – ist diese berechtigt?
26.02.2026
-
Sicherheit und Effizienz im Einklang durch technische Maßnahmen im STOP-Prinzip
18.02.2026
-
Sicherheitsbeauftragter: Unterschätzte Schlüsselrolle oder Bürokratie von gestern?
17.02.2026
-
3 Gründe, warum Beinaheunfälle nicht gemeldet werden
10.02.2026
-
Ordnungssinn: Fördert Struktur wirklich Gesundheit, Konzentration und Produktivität?
09.02.2026