Die Hälfte der Deutschen sieht sich nicht gefährdet
Noch immer ist Burnout kein eindeutig umrissenes Krankheitsbild. Trotzdem hört man immer öfter den Begriff Burnout, wenn ein Kollege längere Zeit ausfällt.
Deshalb wollte die Apotheken Umschau wissen, wie die Deutschen darüber denken. Sie beauftragte eine repräsentative Forsa-Umfrage. Dabei kam heraus, dass viele Burnout für eine Erscheinung unsere Zeit halten.
51 % halten Stress und 26 % Burnout für eine Modeerscheinung
Befragt wurden rund 2.000 Frauen und Männer ab 14 Jahren. Dabei kamen folgende Ergebnisse heraus:
- 54 % sehen für sich kein Risiko, selbst ein Burnout zu erleiden.
- 51 % meinen, dass es in unserer Gesellschaft einfach „in“ sei, unter Stress zu leiden.
- 26 % sind der Meinung, dass Burnout nur dazu diene, sich wichtig zu machen.
Betroffene nehmen ihr Ausgebranntsein lange nicht wahr
Für Betroffene sind die beiden letzten Aussagen kaum nachvollziehbar. Viele der Erkrankten haben es auch lange Zeit für kaum oder nicht möglich gehalten, dass sie einen Burnout erleiden könnten. Sehr oft werden nämlich die ersten Anzeichen, z. B. Erschöpfungssymptome, nicht erkannt oder verdrängt.
Das führt dazu, dass sehr oft zu spät etwas gegen krankmachende Fehlbelastungen unternommen wird. Und dann sind eine Behandlung und eine Therapie notwendig, die beide lange dauern können.
Burnout oder nicht - eine Definitionssache?
Ob man es nun Burnout nennt oder dafür einen andere Bezeichnung findet: nachgewiesen ist, dass die Belastungen in der Arbeitswelt zugenommen haben und dass auch im privaten Bereich viele Veränderungen stattgefunden haben. Was allerdings die wenigsten bisher gelernt haben, ist, mit diesen neuen Situationen angemessen umzugehen.
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