Krankheitstagen die Spitze nehmen
Das Interesse der Mitarbeiter an betrieblicher Gesundheitsförderung ist durchaus groß. An Gesundheitstagen informieren sich viele oder lassen ihren Gesundheitszustand checken. Dass sich das lohnt und auf lange Sicht Kosten spart, zeigt das Beispiel des mittelständischen Industriebauunternehmens Bönnigheim.
Gesundheitstage als aktiver Einstieg
Durchschnittlich um einen halben Tag stiegen Krankheitstage von 2010 auf 2011 über alle Berufsgruppen hinweg. Da kann auch für ein Unternehmen mit 120 Mitarbeitern einiges an zusätzlichen Kosten zusammenkommen. Deshalb motiviert Bönnigheim seine Mitarbeiter, etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Beim Gesundheitstag 2010 an einem der Standorte nahmen 80 Prozent der Belegschaft teil. Auch dieses Jahr war die Nachfrage groß. Zu den Angeboten gehörten unter anderem:
- Körperfettanalyse,
- Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckmessungen,
- Herzfrequenzvariabilitätstest, um eine Gefährdung durch Stress zu ermitteln,
- Tests um die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Oberschenkelmuskulatur zu überprüfen,
- Messungen der Körperstabilität, um mögliche Defizite am Bewegungsapparat aufzudecken,
- Tests des Lungenvolumens sowie
- eine professionelle Vermessung des Rückens.
Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen
Eine Umfrage 2010 hatte ergeben, was sich die Beschäftigten vor allem wünschen:
- Massage,
- einen Sportraum,
- Fitness-Pausen,
- gemeinsame Aktivitäten wie Laufen und Radfahren,
- Möglichkeiten zum Stressabbau sowie
- Plakate mit Übungsanleitungen am Arbeitsplatz.
Heute gibt es bei dem Industriebauunternehmen feste Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie
- Wirbelsäulengymnastik,
- Lauftreff,
- Ernährungsseminare und Gourmettage sowie
- alle 14 Tage Massage.
Das Engagement der Unternehmensführung ist auf die Mitarbeiter übergesprungen. Sie sind motiviert, sich sportlich zu betätigen und sich für ihre gesundheitliche Vorsorge aktiv einzusetzen.
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