Beschäftigte wünschen sich Regelungen für Erreichbarkeit
E-Mail, WhatsApp, SMS oder ein Anruf: durch den Einsatz von Tablets und Smartphones hat sich die Möglichkeit der ständigen Erreichbarkeit erhöht. Da die digitalen Geräte beruflich und privat genutzt werden, vermischen sich die beiden Bereiche. Wer nach Feierabend seine privaten E-Mails abruft, sieht meist auch den Eingang von beruflichen Nachrichten. Um nicht darauf zu reagieren, braucht es eine große Portion Selbstmanagement oder eine betriebliche Regelung, die sich viele Beschäftigte wünschen.
Ständige Erreichbarkeit belastet Gesundheit und Privatleben.
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Wer ständig erreichbar ist, schläft schlechter
Bei der Studie der Martin-Luther-Universität in Halle Wittenberg mit 125 Berufstätigen zur Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit zeigte sich, dass Berufstätige bei denen Arbeit und Freizeit nicht klar voneinander getrennt sind,
- ihre Erholungsphasen durch Unterbrechungen verkürzen,
- sich deshalb schlechter erholen,
- gedanklich nicht abschalten können und
- schlechter schlafen.
Wer ständig erreichbar ist, belastet sein Privatleben
Von der ständigen Erreichbarkeit betroffen sind u. a.
- die eigene Erholungs- und Schlafzeit,
- das Familienleben,
- die Wochenendplanung sowie
- die Urlaubsgestaltung.
Betroffene und Lebensgefährten wünschen sich weniger Erreichbarkeit
Laut der Studie
- wünschen sich 60 % der Befragten, die erreichbar sein müssen, gesetzliche oder betriebliche Regelungen für die Erreichbarkeit. Eine größere Rolle spielt dieser Wunsch bei älteren Arbeitsnehmern und bei solchen mit kleinen Kindern.
- wünschen sich auch 83 % der Lebenspartner solche Regelungen.
- fühlen sich 68 % durch die Erreichbarkeit ihres Partners beeinträchtigt.
- wünschen sich sogar 68 %, dass ihr Partner nach der Arbeit nicht erreichbar sein muss.
Studienergebnisse zur ständigen Erreichbarkeit veröffentlicht
Weitere Ergebnisse zum 2. Teil der Studie zu Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten sind im iga.Report 23 veröffentlicht.
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