29.06.2016 | Arbeit 4.0

Handlungsempfehlungen zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten

Arbeiten wann und wo man will: Neue Handlungsempfehlungen zur Gestaltung von orts- und zeitflexiblem Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Viele Beschäftigte wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten. Doch wie lässt sich die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung am besten gestalten?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat Handlungsempfehlungen zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt veröffentlicht. Darin werden die Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren für die betriebliche Gestaltung beschrieben. Es geht dabei um Themen wie Vertrauens- statt Präsenzkultur oder das Recht zum Abschalten ebenso wie um die notwendige Anpassung von gesetzlichen und tariflichen Rahmenbedingungen.

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Flexibles Arbeiten braucht klare Regeln

Die Empfehlungen wurden gemeinsam von Wissenschaftlern, Gewerkschaftlern, Arbeitsgebern und Politikern erstellt. Alle Beteiligten sind sich einig, dass flexibles Arbeiten dann

  • zu besseren Arbeitsbedingungen,
  • mehr Selbstbestimmung und
  • besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf

beiträgt, wenn Führungskräfte gemeinsam mit den Beschäftigten klare Regeln vereinbaren. Außerdem müssen die Kompetenzen aller im Umgang mit orts- und zeitflexiblem Arbeiten gestärkt werden.

Mehr Freiheiten bei der Arbeit zu Hause gewünscht

An den beiden Themenbereichen Homeoffice bzw. Grenzen der Erreichbarkeit wird in den Handlungsempfehlungen die Problematik deutlich, die hinter solch komplexen Themen steckt. Nicht jeder möchte seine Tätigkeiten von zu Hause erledigen können. Doch die es machen, wünschen sich oft mehr Freiheiten bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes oder bei der Zeiteinteilung. Das Unternehmen muss allerdings aufpassen, dass z. B. der Gesundheitsschutz sowie gesetzliche Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes eingehalten werden.

Wer stellt Regeln für die Erreichbarkeit auf?

Bei der Erreichbarkeit stellen sich Fragen des Datenschutzes ebenso wie des Gesundheitsschutzes. Wie sicher sind Daten in mobilen Geräten, die eine ortsunabhängige Erreichbarkeit ermöglichen? Und welche Vereinbarungen sind notwendig, dass Mitarbeiter Ihre mobilen Geräte auch regelmäßig und für längere Zeit ausschalten?

Aus Anpassungen dürfen keine Nachteile entstehen

Gemeinsam muss überlegt werden, wie bestehende Vorgaben den neuen Bedingungen angepasst werden müssen, ohne dass auf Dauer Nachteile daraus entstehen. Weitere Impulse und Denkanstöße für die Verantwortlichen in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen bieten die Handlungsempfehlungen der Plattform „Digitale Arbeitswelt“ zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten.

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Schlagworte zum Thema:  Work-Life-Balance, Flexible Arbeitszeit, Ständige Erreichbarkeit, Digitalisierung

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