| Burnout-Risiko

Arbeitnehmer fühlen sich zunehmend stark belastet

Burnout-Risiko durch Dauerbelastung
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich zunehmend gehetzt. Schuld daran sind Druck vom Arbeitgeber, persönliche Ansprüche, Personalengpässe sowie die Angst vor Arbeitslosigkeit. Die Ergebnisse einer Umfrage weisen so auch auf ein erhöhtes Burnout-Risiko in unserer Gesellschaft hin.

Das Beratungsunternehmen Gallup hat die Ergebnisse einer Telefonumfrage mit mehr als 2.000 zufällig ausgewählten Arbeitnehmern ab 18 Jahren veröffentlicht. Die repräsentative Studie belegt unter anderem Unterschiede je nach Alter der Erwerbstätigen. Auch im Ost-West-Vergleich sind unterschiedliche Wahrnehmungen erkennbar.

Burnout-Risiko: 11,2 Millionen Arbeitnehmer fühlen sich ausgebrannt

32 % der befragten Arbeitnehmer gaben an, sich während der letzten 30 Tage innerlich ausgebrannt gefühlt zu haben. Grund dafür sei zunehmender Arbeitsstress gewesen. So sind hochgerechnet fast 11,2 Mio. Arbeitnehmer in Deutschland von Stress betroffen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

  • Insgesamt 18 % der befragten Arbeitnehmer fühlen sich bei der Arbeit gehetzt.
  • Bei den ostdeutschen Arbeitnehmern liegt der Prozentsatz sogar bei 24, während es in Westdeutschland nur 16 % sind.
  • Besonders belastet fühlen sich die 35- bis 54-Jährigen.

Belastungen in der Lebensmitte stellt besondere Herausforderung dar

In der Lebensmitte fühlen sich viele überfordert, denn neben der beruflichen Tätigkeit lastet auch private Verantwortung für Kinder oder ältere, pflegebedürftige Angehörige auf ihnen. Gerade in dieser Lebensspanne ist es oft eine große Herausforderung, die Ansprüche von Beruf und Familie sowie eigene Ansprüche zu erfüllen.

Psychische Belastungen - Vergleich von Ost- und Westdeutschland

Dass sich die Ergebnisse in Ost und West unterscheiden, sehen die Studienleiter vor allem in folgenden Faktoren:

  • In den ostdeutschen Bundesländern sind mehr Menschen arbeitslos. Wer dort Arbeit hat, fürchtet, diese zu verlieren.
  • Im Osten arbeiten die Arbeitnehmer durchschnittlich 1,5 Stunden pro Woche länger als ihre Kollegen im Westen.
  • Im Durchschnitt verdienen Arbeitnehmer in Ostdeutschland immer noch 800 EUR weniger als in Westdeutschland.

Wer mehr arbeitet und weniger verdient, nimmt Arbeit oft als Belastung wahr. Die höhere Stundenzahl vermittelt, dass es an Personal mangelt.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Stressabbau, Psychische Belastung, Burn-out-Syndrom

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