Laderampen dienen dem Be- und Entladen von Fahrzeugen. Diese vielseitigen und oftmals stark frequentierten Arbeits- und Verkehrsflächen bergen viele Gefahren und Beeinträchtigungen. Um Gefährdungen der Beschäftigten zu vermeiden, sind entsprechende bauliche Voraussetzungen zu schaffen und die betrieblichen Abläufe klar zu regeln.

Das Unfallgeschehen bestätigt, dass eine Reihe von Gefährdungen auf Laderampen auftreten kann. Dabei stehen Absturz- und Sturzunfälle an erster Stelle. Die Besonderheiten der baulichen Einrichtung "Laderampe" bringen es mit sich, dass diese Unfälle häufig schwere gesundheitliche Folgen und lange Ausfallzeiten für den Betrieb nach sich ziehen.

Zu den wesentlichen Gefahrenpunkten auf Laderampen zählen:

  • gefährliche Einengung der Verkehrsflächen durch Zwischenlagerung des Ladegutes auf der Rampe (z. B. zum Kontrollieren, Sortieren, Umpacken);
  • Lade-, Rangier- und Transportvorgänge unmittelbar an der Rampenkante;
  • rutschige Verkehrswege durch Verschmutzung oder Witterungseinflüsse;
  • bauliche Mängel an den Rampenabgängen sowie Nichtbenutzung der Abgänge durch die Beschäftigten: Aus Bequemlichkeit oder vermeintlicher Zeitersparnis werden vorhandene Verkehrswege oft nicht benutzt. So ereignen sich beim Herabspringen von Laderampen und Ladebrücken viele Arbeitsunfälle, die häufig eine längere Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben. Deshalb müssen Fahrer und Verlader vorhandene Verkehrswege benutzen. Das Springen von Laderampen und Ladebrücken verbietet sich daher;
  • fehlende Absturzsicherungen;
  • zu geringe Ausleuchtung des Verkehrsweges "Laderampe";
  • technische Mängel oder sicherheitswidrige Nutzung von Einrichtungen zum Be- und Entladen z. B. Ladebrücken, Ladeblechen, Hebebühnen und Hubladebühnen;
  • fehlende Hilfsmittel, z. B. Ladebrücken, Ladebleche oder Hebebühnen;
  • mangelhafte Sicherung des Lieferfahrzeugs gegen Wegrollen oder -fahren;
  • fehlende Einweisung des Lieferfahrzeuges beim Rückwärtsfahren.

Abb. 1: Beispiel für eine Laderampe

Beim Laden über Laderampe ist insbesondere mit den in Tab. 1 genannten Gefährdungen zu rechnen. In der rechten Spalte sind die spezifischen Gefährdungen bzw. Auswirkungen oder Ursachen genannt. Durch geeignete Schutzmaßnahmen muss der Unternehmer eine Gefährdung der Mitarbeiter vermeiden.

 
Gefährdungen Spezifische Gefährdung, Ursache oder Auswirkung
1. Mechanische Gefährdungen

1.4 Unkontrollierte Bewegung/Herabfallen von Lager- oder Transportgut und anderen Gegenständen

1.5 Anstoßen an Einrichtungen oder Ladung

1.7 Umgang mit Rollbehältern
2. Elektrische Gefährdungen 2. Körperdurchströmung
3. Chemische Gefährdungen 3.1 Chemische Gefährdungen durch Transport- oder Lagergut
5. Brand- und Explosionsgefährdungen 5.1 Brand- und Explosionsgefährdungen durch Transportgut
8. Gefährdungen durch die Arbeitsumgebungsbedingungen

8.1.1 Verkehrswege in der Ebene

8.1.2 Verkehrswege über unterschiedliche Ebenen, z. B. Treppen, Leitern

8.2.2 Sturz auf der Ebene, Ausrutschen, Stolpern

8.3.4 Abstürzen

8.4 Witterungsbedingungen, Raumklima
9. Physische Belastungen, Arbeitsschwere

9.1.1 Schwere körperliche Arbeit

9.2 Einseitig belastende körperliche Arbeit
10. Belastungen aus Wahrnehmungen und Handhabbarkeit

10.1 Informationsaufnahme

10.2 Beleuchtung

10.3 Handhabbarkeit von Arbeitsmitteln und Transportgut
11. Psychomentale Belastungen

11.2 Über-/Unterforderung

11.3 Arbeitszeitregelungen
12. Gefährdungen durch Mängel in der Organisation

12.1 Unterweisung

12.2 Arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisungen

12.3 Koordination

12.5 Benutzen persönlicher Schutzausrüstungen

12.7 Instandhaltung, Wartung

Tab. 1: Gefährdungen beim Laden über Laderampen

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