Kein Bestandsschutz für Steuerbefreiungen
Wie die Bundesregierung dazu in ihrer Antwort ( BT-Drucks. 19/7404) erläutert, sind Generalzolldirektion und die Hauptzollämter bei ihrer Beurteilung an die Gesetze sowie die höchstrichterliche Rechtsprechung (hier BFH, Urteil v. 24.2.2016, VII R 7/15, Haufe Index 9195546) "und setzen diese um".
Situation der mit Klärgas arbeitenden Stromerzeugungsanlagen
Die Regierung beschreibt in der Antwort ausführlich die Situation der mit Klärgas arbeitenden Stromerzeugungsanlagen. Diese seien typischerweise ganzjährig mit hoher Auslastung in Betrieb. Insbesondere der in großen Anlagen mit einer elektrischen Nennleistung von mehr als 2 Megawatt (2 Megawatt reichen etwa für die Versorgung von rund 3.500 Haushalten) zum Eigenverbrauch erzeugte Strom sei unabhängig von der Stromsteuer kostengünstiger als regulär aus dem Stromnetz zugekaufter Strom. So würden selbst kleine Klärgasanlagen mit einer elektrischen Nennleistung von nur 0,2 Megawatt Stromgestehungskosten von 6,96 Cent pro Kilowattstunde haben, während diese Kosten aus dem Netz bei rund 13 Cent pro Kilowattstunde liegen würden.
Da die Stromgestehungskosten in Anlagen mit mindestens 2 Megawatt Nennleistung nochmals geringer seien, geht die Regierung davon aus, dass die jetzt erfolgende Besteuerung von Strom aus Klärgas "die Stromerzeugungsanlagen weder unwirtschaftlich werden lässt, noch dass die Erreichung der Klimaschutzziele hiervon negativ beeinflusst wird".
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verabschiedet
822
-
E-Rechnung
4809
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
475459
-
Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
434
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
3673
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
3594
-
Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen
252
-
Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps
1561
-
Unbare Altenteilsleistungen in der Land- und Forstwirtschaft
140
-
Wegfall der 150-EUR-Zollfreigrenze ab 1.7.2026
132
-
Streichung des Steuervorteils der Deutschen Post
03.07.2026
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
02.07.2026
-
Koalition einigt sich auf Steuerentlastungen
02.07.20261
-
Höhere Steuerfreibeträge für das kommunale Ehrenamt
30.06.2026
-
ZEW regt gezielte Einkommensteuerentlastung der Mitte an
30.06.2026
-
Stellungnahme des DStV zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2026
29.06.2026
-
Neue Gesetze gegen Steuerhinterziehung in Kürze
29.06.2026
-
EU-Kommission verabschiedet Steuervereinfachungspaket
25.06.2026
-
Änderung des Niedersächsischen Grundsteuergesetzes
25.06.2026
-
Wegfall der 150-EUR-Zollfreigrenze ab 1.7.2026
23.06.2026