| Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

Abbau der kalten Progression mittelfristig möglich

Problem der "kalten Progression" wird laut Schäuble überschätzt
Bild: Ilja C. Hendel / BMF

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält den Abbau heimlicher Steuererhöhungen im Zuge der sogenannten kalten Progression angesichts fehlender Ländermehrheiten nur mittelfristig für machbar.

Die Länder wollten einer solchen Steuerentlastung nur zustimmen, wenn es für ihre Haushalte zu keinen Einnahmeverlusten komme, sagte Schäuble am Sonntag in Berlin.

An dieser Haltung habe sich nichts geändert. Es gebe daher zurzeit nicht den Hauch einer Chance für einen solchen Schritt. "Das geht nicht, ich hab' keine Mehrheiten", sagte Schäuble weiter. Es werde aber ein Weg gesucht, die Länder zu gewinnen: "Auf mittlere Sicht kriegen wir das hin." Das Problem der kalten Progression werde derzeit allerdings überschätzt. Wegen der niedrigen Preissteigerung sei es nicht groß. In der Tat ist die Inflation schon länger so gering, dass es nicht zu dem kritisierten Effekt kommt.

Schlagworte zum Thema:  Einkommensteuer, Steueränderungen, Kalte Progression

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