Pflegeversicherungsbeitrag 2021

Aufgrund steigender Pflegekosten wurde der Pflegeversicherungsbeitrag zum 1.1.2019 erhöht. Mit dieser Anpassung soll der Beitragssatz bis 2022 stabil gehalten werden können. Zum 1.1.2021 bleibt der Pflegeversicherungsbeitrag demnach unverändert.

Zum 1.1.2019 stieg der Pflegeversicherungsbeitrag um 0,5 % auf 3,05 % des Bruttoeinkommens. Beitragszahler ohne Kinder müssen durch den Kinderlosenzuschlag (0,25 %) 3,3 % zahlen. Das bleibt auf im Jahr 2021 so.

Beitragserhöhung 2019 soll Finanzen der Pflegekassen stabilisieren

Mit der Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags seit 2019 sollen insgesamt jährliche Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro erzielt werden. Die Anhebung soll die Finanzen der Pflegekassen stabilisieren, denen angesichts von immer mehr Pflegebedürftigen ein Milliardendefizit droht.

Stabiler Pflegeversicherungsbeitrag 2021

«Bessere Pflege kostet», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Bezug auf die Erhöhung 2019. In der vergangenen Wahlperiode wurden  ausgedehnte Leistungen für Pflegebedürftige und Angehörige stärker angenommen als gedacht. In der aktuellen Legislaturperiode sollten die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert werden. «Das muss uns als Solidargemeinschaft etwas wert sein. Gute Pflege braucht unsere Unterstützung», sagte Spahn. Mit der Anhebung soll der Beitragssatz laut Bundesregierung bis 2022 stabil gehalten werden können.

Beitrag zur Pflegeversicherung 2021 für Arbeitgeber

Derzeit liegt der Pflegeversicherungsbeitrag bei 3,05 bzw. 3,3 % des Bruttoeinkommens. Bei Arbeitnehmern zahlt die Hälfte des Beitrags der Arbeitgeber, aber ohne den Kinderlosenzuschlag. Der Arbeitgeberanteil Versicherungspflichtiger beträgt 1,525 %.

Pflegeversicherungsbeitrag 2021: Sachsen

Im Freistaat Sachsen gilt die Parität aufgrund eines nicht aufgehobenen Feiertags nicht. Dort beträgt der Anteil für Arbeitnehmer 2,025 % und für Arbeitgeber 1,025 %.

Pflegeversicherung: Höhere Beiträge 2021 aufgrund steigender BBG

Auch wenn der Pflegeversicherungsbeitrag 2021 im Vergleich zu 2020 stabil bleibt, müssen Arbeitnehmer mit höherem Einkommen aufgrund der steigenden Beitragsbemessungsgrenze 2021 mehr Beiträge in der Pflegeversicherung bezahlen.

dpa