Zulassungen von Biotech-Arzneimitteln

Immer mehr biotechnologisch hergestellte Medikamente kommen für Patienten in Deutschland auf den Arzneimittelmarkt. Das zeigt sich an den aktuellen Zahlen der Zulassungen von Biotech-Medikamenten im Jahr 2018. 

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) teilte am 25.6.2019 mit, dass im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 38 Biotech-Arzneien zugelassen worden seien - so viele wie sonst in zwei Jahren zusammen. Zugleich stieg der Umsatz mit Biopharmazeutika auf 11,4 Milliarden Euro - fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch Zahl der Beschäftigten in Biotch-Branche wächst

Biotech-Medikamente würden immer öfter von Ärzten verordnet, da der medizinische Bedarf steige, sagte Vorstandsmitglied Frank Mathias. Die Branche beschäftige hierzulande 49.700 Mitarbeiter, sechs Prozent mehr als 2017. Die umsatzstärksten Biotech-Medikamente würden Patienten mit Auto-Immunkrankheiten verschrieben, etwa gegen Multiple Sklerose und Schuppenflechten, so der vfa.

Steigender Marktanteil von Biosimilars

Biotech-Firmen tüfteln etwa mithilfe von Zellkulturen an komplizierten Wirksubstanzen. Die Entwicklung gilt als teuer und aufwendig. Da weltweit Patente für umsatzstarke Biotech-Medikamente auslaufen, feilen Konzerne an Nachahmerarzneien (Biosimilars). Sie werden billiger angeboten als die Originale, so dass sich bei gleichem Budget mehr Patienten versorgen lassen. Die Kopien kommen laut vfa schon auf einen Marktanteil von 38 Prozent. Pharmakonzerne wie Boehringer Ingelheim und Fresenius sind wegen des großen Potenzials in den Markt eingestiegen.
 

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