Bundesregierung lehnt Abschaffung der Witwenrente ab
Die Bundesregierung hat Überlegungen für eine Abschaffung der Rente für Witwen und Witwer eine Absage erteilt. Es gebe keine derartigen Pläne, sagte die stellvertretende Sprecherin Christiane Hoffmann am Montag in Berlin. Die Regierung lehne das ab, der Koalitionsvertrag sehe es nicht vor. «Die Hinterbliebenenrente ist sicher», erklärte Hoffmann. Die «Wirtschaftsweise» Monika Schnitzer hatte eine entsprechende Überlegung ins Spiel gebracht und stattdessen eine Aufteilung der Rente bei Ehepartnern vorgeschlagen.
Vertrauensschutz für Rentnerinnen und Rentner
Die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erläuterte am Montag (10.7.2023) im Deutschlandfunk: «Ich will niemandem ans Geld, der jetzt schon eine Rente bezieht oder bald eine erwartet.» Ihre Idee sei, bei einem Ehepaar alle eingezahlten Rentenbeiträge und Rentenansprüche gleichmäßig auf beide Ehepartner zu verteilen - «Rentensplitting» nennt sie es. Typischerweise ginge es, je nach Reform, eher um neugeschlossene Ehen. Es gäbe dabei immer Vertrauensschutz. Wie viele Witwer und Witwen betroffen sein könnten, könne sie nicht sagen.
Freibetrag bei Witwen-/Witwerrenten
Unionspolitiker hatten den Vorstoß kritisiert, den Schnitzer als persönliche Position bezeichnet hatte. Die Witwen-/Witwerrente beträgt aktuell zwischen 55 und 60 Prozent der Rente des verstorbenen Partners. Zeitlich ist sie nicht befristet. Hat der oder die Hinterbliebene ein eigenes Einkommen, wird es auf die Witwen-/Witwerrente angerechnet, falls es einen bestimmten Freibetrag übersteigt. Der Freibetrag hängt vom aktuellen Rentenwert ab.
Abschaffung soll Anreiz für Erwerbstätigkeit schaffen
Schnitzer will mit ihrem Vorschlag mehr Anreize schaffen, wieder erwerbstätig zu werden: «Dann gehört mir diese Hälfte dieser Rentenansprüche, und ich kann dazu noch mehr dazuverdienen, mal eigene Ansprüche noch dazu erwerben und davon wird mir dann nichts abgezogen.»
-
Wie wirkt sich Krankengeld auf die Rente aus?
1.043
-
Urlaub während Krankschreibung: Was ist zu beachten?
982
-
Einmalzahlungen und ihre Wirkung auf das Krankengeld
334
-
Neue Arbeitsverhältnisse
266
-
Entgeltfortzahlung und Krankengeld - unterschiedliche Berechnungen beachten
234
-
Die rechtmäßige Aufforderung durch die Krankenkasse
231
-
Erste Fragen zur neuen AU-Bescheinigung
204
-
Widerspruch gegen die Aufforderung der Krankenkasse zur Reha
182
-
MDK Untersuchung der Arbeitsunfähigkeit
147
-
Krankengeld können nicht nur Arbeitnehmer beanspruchen
144
-
Pflegeneuordnungsgesetz: Die wichtigsten Änderungen im Überblick
26.06.2026
-
Aktuelle Finanzentwicklung der GKV 2026
25.06.2026
-
Kein Entzug der eGK bei ruhenden Leistungsansprüchen
24.06.2026
-
Rentenerhöhung 2026 vom Bundesrat bewilligt
15.06.2026
-
Apothekenreform passiert den Bundesrat
15.06.2026
-
Bundesrat kritisiert Gesetz zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze
12.06.2026
-
Heilmittel-Report 2026: Steigende Kosten bei unbekannter Qualität
11.06.2026
-
Gutachten zur Rechtmäßigkeit der Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängern
08.06.2026
-
Finanzierung ambulanter Operationen für Kinder und Jugendliche gesichert
04.06.2026
-
Kinderkrankengeld: Mütter tragen weiterhin Hauptlast bei Betreuung
01.06.2026