Sozialstaat

Startschuss für die Kommission zur Sozialstaatsreform ist gefallen


Sozialstaatsreform: Kommission nimmt die Arbeit auf

Unter der Leitung von Nermin Fazlic (BMAS) hat die Kommission zur Reform des Sozialstaats ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, den Sozialstaat bürgerfreundlicher, effizienter und moderner zu gestalten.

Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen. Für die Bundesregierung nehmen neun Ressorts teil; neben dem BMAS sind dies:

  • Bundesfinanzministerium (BMF)
  • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
  • Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)
  • Bundesgesundheitsministerium (BMG)
  • Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
  • Bundesministerium des Innern (BMI)
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Beteiligung von Ländern und Kommunen

Die Bundesländer werden durch den Freistaat Bayern, die Freie und Hansestadt Hamburg, durch Nordrhein-Westfalen als Federführer der Zukunftsinitiative der Arbeits- und Sozialministerkonferenz sowie durch den Freistaat Sachsen und Niedersachsen als (Co)-Vorsitzländer der Ministerpräsidentenkonferenz vertreten. Seitens der Kommunen gehören Mitglieder der kommunalen Spitzenverbände (Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund) zur Kommission.

Einbezug von Expertise aus Wissenschaft und Praxis

Nach Anhörung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, den Sozialpartnern, Vertreterinnen und Vertretern von Sozial- und Wirtschaftsverbänden und anderen Stakeholdern im September und Oktober 2025 wird die Kommission Vorschläge zur Modernisierung des Sozialstaats diskutieren, priorisieren und Empfehlungen erarbeiten.

Schwerpunkt auf steuerfinanzierten Leistungen und Digitalisierung

Der inhaltliche Fokus liegt auf steuerfinanzierten Leistungen wie zum Beispiel dem Wohngeld, dem Kinderzuschlag und den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende sowie der Sozialhilfe. Die Kommission wird unter anderem untersuchen, wie Verwaltungsabläufe beschleunigt werden können, welche Leistungen sich unter Umständen zusammenlegen und wie sich Antragsstellung und Bearbeitung digitalisieren lassen.

BMAS