Viele Rentenbescheide nach Prüfung nach oben korrigiert
Bereits vor einem Jahr hatte sich herausgestellt, dass bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Knappschaft-Bahn-See Kinderzuschläge für Witwen und Witwer nicht berücksichtigt worden waren. Zudem wurden teilweise Berufsausbildungszeiten falsch berechnet. Inzwischen liegen die abschließenden Zahlen vor.
Kinderzuschläge und Ausbildungszeiten falsch berücksichtigt
Insgesamt wurden bei beiden Rentenversicherungsträgern wegen vergessener Kinderzuschläge 29.334 Fälle überprüft: 9.202 Rentner bekamen Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 22,3 Mio. EUR. Bei einem der Versicherungsträger - laut einem Zeitungsbericht die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) - erhöhte sich die monatliche Rente im Durchschnitt um 57,28 EUR. Wegen falsch berücksichtigter Berufsausbildungszeiten wurden zudem sogar 215.542 Renten überprüft: 147.702 (68,5 %) waren zu niedrig berechnet, rund 4.000 aber zu hoch.
Über die Höhe der Nachzahlungen oder Neuberechnungen macht der BVA-Bericht keine Angaben.
Regionale Rententräger müssen noch geprüft werden
Bisher seien nur die beiden bundesweiten Rententräger überprüft worden. Für die 14 anderen regionalen Rententräger ist das BVA nicht zuständig. Dort liefen die Prüfungen auf mögliche Falschberechnungen noch oder hätten noch nicht begonnen. Diese Rententräger sind aber für mehr als die Hälfte der Renten zuständig.
Stellungnahme der DRV Bund
Nach Angaben der DRV Bund sind die Fehler bei der Rentenberechnung inzwischen abgestellt. Die schon im vergangenen Jahr bekanntgewordene Fehlberechnung ist inzwischen korrigiert. Mehr als 150.000 Betroffene erhielten inzwischen mehr Geld aufs Konto. Es seien "die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich bei den beschriebenen Fallkonstellationen vergleichbare Fälle künftig wiederholen", teilte die DRV Bund am 15.8.2012 in Berlin mit.
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