Pflegende Berufstätige sollten ihre Belastung überprüfen
Pflegen Berufstätige einen Angehörigen, reflektieren sie am besten regelmäßig ihre Situation. «Gut ist, sich ungefähr einmal im Vierteljahr hinzusetzen», rät Carola Bury von der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Regelmäßig prüfen, ob Belastung durch Pflege steigt
Dabei ziehen sie idealerweise einen Freund oder eine andere vertraute Person hinzu. Zusammen sollten sie dann überlegen, ob sich die Belastung in den vergangenen Monaten erhöht und sich zum Beispiel die körperliche Verfassung des Pflegebedürftigen verschlechtert hat. Ist das der Fall, müssen Angehörige sich fragen, ob sie die Mehrbelastung noch selbst tragen können oder ob sie externe Hilfe brauchen. Hier wären die Pflegestützpunkte ein guter Ansprechpartner.
Pflegende Berufstätige merken Überlastung häufig zu spät
Häufig sei es so, dass pflegende Berufstätige es zu spät merken, wenn sie sich überanstrengen, sagt Bury. Viele gestehen sich die Überlastung erst ein, wenn sie kurz vor einem Zusammenbruch stehen. In dem Fall sehen Beschäftigte häufig nur noch den Ausweg, den Job aufzugeben. «Das erweist sich aber als Trugschluss», sagt Bury. Zwar falle im ersten Moment die Belastung durch den Job weg. Trotzdem setze bei vielen rasch Unzufriedenheit ein, da sie den Beruf auch als Ausgleich zur Pflege erlebt haben. Bury rät dazu, früh zu prüfen, welche Möglichkeiten es auf betrieblicher Ebene gibt. Arbeitszeitregelungen und eine andere Arbeitsorganisation können Entlastung bringen. Spielräume gibt es in vielen Betrieben.
Im Urlaub Unterstützung bei Pflege holen
Besonders strikt sollten pflegende Berufstätige darauf achten, dass sie Urlaub machen und in dieser Zeit keine Pflege übernehmen müssen. Sie brauchten die Regenerationszeit noch dringender als andere Beschäftigte, erklärt Bury. Damit die Angehörigen in dieser Zeit versorgt sind, gebe es die Möglichkeit, bei der Pflegeversicherung zur Unterstützung eine Aushilfe zu bekommen.
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Thomas Bartel
10.07.2014 17:44 Uhr
Qualifizierte Senioren-Assistenten können für viele pflegende Angehörige wertvolle Unterstützung leisten - nicht nur bei Verhinderungspflege, sondern in der kontinuierlichen Betreuung und Begleitung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Mehr als 700 Fachkräfte wurden bereits nach dem sogenannten "Plöner Modell" ausgebildet und bieten ihre Dienste bundesweit an - jeweils vor Ort zu finden unter www.die-senioren-assistenten.de. Sie stellen sich stets ganz individuell auf die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse der Hilfesuchenden ein und entlasten pflegende Angehörige nachhaltig.