25.02.2013 | Rente

Geht es nun doch voran bei der Mütterrente?

Ziel: bessere Anrechnung der Erziehungszeit bei der Mütterrente.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Positives Signal von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für die stufenweise Aufstockung der sogenannten Mütterrenten.

Schäuble sagte in einem Zeitungsbericht v. 23.2.2013: «Wir werden noch in diesem Jahr Schritte in diese Richtung gehen». Es sei «unbestritten, dass Handlungsbedarf besteht.» Schäuble wies jedoch erneut auf den engen finanziellen Spielraum hin und es sei deshalb nicht möglich, die Angleichung auf einmal zu schaffen.

Für bessere Mütterrenten macht sich in der Koalition vor allem die CSU stark.

Bessere Mütterrenten verursachen hohe Kosten

Schäuble verwies bislang auf die Haushaltslage und äußerte schon zuvor Bedenken gegen eine rasche Besserstellung älterer Mütter. Aktuell bekommen Mütter für vor 1992 geborene Kinder 1 Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung gutgeschrieben. Für später geborene Kinder werden hingegen 3 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Im Westen entspricht 1 Entgeltpunkt etwa 28 EUR im Monat, im Osten knapp 25 EUR.

Würden alle älteren Müttern in einem 1. Schritt nur einen halben Entgeltpunkt mehr erhalten, würde das etwa 3,3 Mrd. EUR im Jahr kosten.

Derzeit befasst sich eine Arbeitsgruppe der Union mit dem Thema. Die Vorsitzende Gerda Hasselfeldt (CSU) hatte vor mehreren Tagen noch konstatiert: «Wir sind noch nicht so weit, dass wir schon eine Finanzierungsmöglichkeit haben.»

Schlagworte zum Thema:  Erziehungszeiten, Mütterrente, Entgeltpunkte

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