Erkältungswelle sorgt für mehr Fehltage im ersten Quartal 2025
Der Krankenstand in den ersten drei Monaten des Jahres war durch eine starke Erkältungswelle geprägt: Die Beschäftigten in Deutschland hatten rund ein Viertel mehr Fehltage wegen Atemwegsproblemen als im ersten Quartal 2024.
Krankenstand leicht gestiegen: Fast 40 Prozent mit Krankschreibung
Dieser Anstieg wurde größtenteils durch leichte Rückgänge in fast allen anderen Erkrankungsgruppen ausgeglichen. Somit lag der Krankenstand im ersten Quartal insgesamt bei 6,0 Prozent – und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Nach der aktuellen Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit für rund 2,2 Millionen erwerbstätige Versicherte hatten fast 40 Prozent der Beschäftigten mindestens eine Krankschreibung. Auch hier zeigt sich ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo es im ersten Quartal 2024 38 Prozent waren.
Aufruf zur Debatte über Ursachen hoher Fehlzeiten
„Wir können beim Krankenstand keine Entwarnung geben. Die Fehlzeiten der Beschäftigten liegen weiterhin auf einem zu hohen Niveau. Der leicht positive Trend des vergangenen Jahres konnte sich im ersten Quartal 2025 noch nicht verfestigen“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Es braucht eine gründliche und seriöse Debatte über die Ursachen, denn angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche in Deutschland kommt den Fehlzeiten der Beschäftigten eine besondere Bedeutung zu.“
Atemwegserkrankungen treiben Fehltage deutlich nach oben
Mehr Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen Bezogen auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte verursachten Atemwegserkrankungen insgesamt rund 158 Fehltage, 31 Tage mehr als im ersten Quartal 2024. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Fast vier von zehn Beschäftigten hatten mindestens eine Krankschreibung und fehlten deshalb im Job. Der Krankenstand lag insgesamt bei 6,0 Prozent und somit 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 5,9 Prozent. Ein Krankenstand von 6,0 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag von Januar bis einschließlich März von 1.000 Beschäftigten durchschnittlich 60 krankgeschrieben waren.
Hauptursache für Fehltage: Atemwegserkrankungen, Psyche und Rücken
Die Mehrzahl der Fehltage ging im ersten Quartal 2025 auf das Konto von drei Erkrankungsgruppen: Auf die Atemwegsprobleme folgen auf Platz zwei psychische Erkrankungen wie Depressionen und auf Platz drei Muskel-Skelett-Probleme wie Rückenschmerz. Wie bei fast allen anderen Erkrankungsgruppen gab es bei letzteren im Vergleich zum Vorjahresquartal leichte Rückgänge: Bezogen auf 100 Beschäftigte reduzierte sich der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen von rund 85 auf 82 Tage und wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen von rund 86 auf jetzt 80 Tage. Auch für die wichtige Erkrankungsgruppe der Verletzungen (Platz vier) zeigt die DAK-Analyse einen Rückgang von rund 47 auf 43 Fehltage je 100 Beschäftigte.
Für die aktuelle Fehlzeiten-Analyse für das erste Quartal 2025 wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 2,2 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus ganz Deutschland aus.
-
Neue Regelungen beim Krankengeld ab 2027
2.268
-
Wie wirkt sich Krankengeld auf die Rente aus?
1.108
-
Urlaub während Krankschreibung: Was ist zu beachten?
1.023
-
Neuregelung der Familienversicherung: Beitragszuschlag ab 2028
788
-
Sachbezugswerte 2027: Neue Werte für Verpflegung und Unterkunft
5872
-
Rentner im Minijob: Was zu beachten ist
4175
-
Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Arbeitnehmenden
269
-
Vorzeitiges Ende der Elternzeit bei neuer Schwangerschaft
2151
-
Voraussetzungen für einen gültigen Widerspruch per E-Mail
190
-
Einmalzahlungen und ihre Wirkung auf das Krankengeld
180
-
Pflegeneuordnungsgesetz: Die leistungsrechtlichen Änderungen im Überblick
30.09.2026
-
Kein Erstattungsanspruch für Erben bei unbezahlter Verhinderungspflege
30.09.2026
-
Bundesrat fordert Nachbesserungen bei der BAföG-Reform
29.09.2026
-
Sozialversicherungswerte 2027: Rechengrößen im Leistungsrecht
28.09.2026
-
Antragsloses Kindergeld ab 2027 vom Bundesrat beschlossen
28.09.2026
-
Qualitätssicherung im Krankenhaus darf nicht auf dem Spiel stehen
24.09.2026
-
Künstliche Intelligenz treibt Klagezahlen an Sozialgerichten in die Höhe
23.09.2026
-
Sozialversicherungswerte: Beitragsbemessungsgrenze (BBG) 2027
22.09.20262
-
Präsidiumsmitglieder eines Fußballverbands sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt
22.09.2026
-
Aktuelle Finanzentwicklung der GKV 2026
21.09.2026