Deutlicher Anstieg der Eigenanteile von Pflegeheimbewohnenden
Die Prognose für die nächsten Jahre sieht nicht besser aus. Damit rechnet zumindest das WIdO.
Durchschnittliche Gesamtbelastung und Prognose
Die durchschnittliche Gesamtbelastung der Bewohnerinnen und Bewohner liegt nach Abzug der nach Wohndauer gestaffelten Leistungszuschläge der Pflegeversicherung inzwischen bei mehr als 2.600 Euro pro Monat.
Eine Prognose des WIdO zur weiteren Entwicklung macht deutlich, dass auch die 2024 erfolgte Anhebung der Zuschläge und die seit letztem Jahr greifende Dynamisierung der Leistungssätze den Trend zu immer höheren finanziellen Belastungen nicht nachhaltig stoppen werden.
Gesamtkosten eines Heimplatzes 2025
Die aktuelle Analyse zeigt, dass die Gesamtkosten für einen Heimplatz Ende 2025 erstmals bei über 5.000 Euro lagen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 5.033 Euro zahlte die Pflegekasse im Durchschnitt 1.539 Euro. Zusätzlich bekamen die Bewohnerinnen und Bewohner von der Pflegeversicherung durchschnittlich 890 Euro pro Monat für ihre pflegebedingten Eigenanteile in Form der nach Wohndauer gestaffelten Zuschläge erstattet. Durchschnittlich 1.044 Euro mussten sie selbst für die Pflege zuzahlen, hinzu kamen im Schnitt 1.044 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 517 Euro für Investitionskosten. Daraus ergibt sich nach Abzug der Zuschläge eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 2.605 Euro pro Monat.
Entlastung durch Zuschläge vor allem bei langer Wohndauer
Bei den Pflegebedürftigen mit langer Wohndauer haben die Zuschläge laut der Auswertung durchaus für eine deutliche Entlastung gesorgt. So hatten Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Wohndauer von mehr als drei Jahren im Jahr 2025 eine Gesamtbelastung von 2.044 Euro zu tragen. Insgesamt ist der Trend zu immer höheren Eigenanteilen allerdings ungebrochen.
Zuzahlungen steigen trotz erhöhten Leistungssätzen
Mit Beginn des Jahres 2025 stiegen die allgemeinen Leistungssätze der Pflegeversicherung: Statt beispielsweise bisher 1.775 Euro pro Monat bei Pflegegrad 4 gibt es seitdem 1.855 Euro (plus 4,5 Prozent). Trotz der Zuschüsse zur Entlastung und der Dynamisierung der Leistungen steigen die Zuzahlungen für die Pflege im Heim weiter. Das hat unter anderem mit gestiegenen Lohnkosten infolge der Verpflichtung der Einrichtungen zur tariflichen Bezahlung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den inflationsbedingten Tarifsteigerungen zu tun.
-
Sachbezugswerte 2026
3.8562
-
Wie wirkt sich Krankengeld auf die Rente aus?
1.462
-
Rentner im Minijob: Was zu beachten ist
8715
-
Neue Arbeitsverhältnisse
785
-
Urlaub während Krankschreibung: Was ist zu beachten?
667
-
Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Arbeitnehmenden
522
-
Datenübermittlung: Krankenkassen melden gezahlte Beiträge an das Finanzamt
489
-
Vorzeitiges Ende der Elternzeit bei neuer Schwangerschaft
4851
-
Voraussetzungen für einen gültigen Widerspruch per E-Mail
382
-
Entgeltfortzahlung und Krankengeld - unterschiedliche Berechnungen beachten
378
-
Vertrauen in Pflegeversorgung schwindet – Mehrheit fordert Reformen
27.02.2026
-
Diskussionen über Krankenhausreform verzögern Abschluss der Gesetzespläne
25.02.2026
-
Sanktionen beim Bürgergeld treffen tausende Kinder in Deutschland
24.02.2026
-
Grüne bieten Zusammenarbeit für Sozialreformen an
20.02.2026
-
Antragsloses Kindergeld soll Eltern entlasten
20.02.2026
-
Elektronische Patientenakte bleibt hinter Erwartungen zurück
19.02.2026
-
Kein Bürgergeld für Studierende
17.02.2026
-
Streit um Betriebsprüfungen in Privathaushalten
13.02.2026
-
Mehrheit hält Sozialstaat für nicht finanzierbar
11.02.2026
-
Grundrente verbessert Einkommen von über einer Million Menschen
09.02.2026