Auszubildende mit Migrationshintergrund unterstützen

An der Universität Konstanz haben sich Anna Apostolidou, Sophie Moser und Prof. Dr. Florian Kunze die Frage gestellt: Zeigen migrantische Auszubildende mehr Fehlzeiten oder geringeres Engagement als Kolleginnen und Kollegen ohne Migrationshintergrund? Und welche betrieblichen Bedingungen wirken unterstützend?

Der Fachkräftemangel zählt zu den drängendsten Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt. Aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge fehlen derzeit rund 573.000 qualifizierte Arbeitskräfte – mit spürbaren Auswirkungen auf die betriebliche und gesamtwirtschaftliche Produktivität (Burstedde/Kolev-Schaefer, 2024). Besonders kleine und mittelständische Betriebe setzen daher verstärkt auf betriebliche Ausbildung, um dem Engpass durch eigene Nachwuchssicherung zu begegnen (Risius, 2024).

Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung der Auszubildenden. Während die Zahl deutscher Auszubildender seit Jahren zurückgeht, nimmt die Zahl ausländischer Auszubildender kontinuierlich zu. Inzwischen haben über 13 Prozent aller Auszubildenden eine ausländische Staatsangehörigkeit (Bundesagentur für Arbeit, 2024). Diese wachsende Vielfalt eröffnet Chancen, stellt Ausbildungsbetriebe aber auch vor neue Herausforderungen. So dokumentiert das Bundesinstitut für Berufsbild...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift PERSONALquarterly.
PERSONALquarterly 2/2026

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Schlagworte zum Thema:  PERSONALquarterly, Migration