Im Arbeitsalltag treffen wir immer wieder auf Situationen, die uns ärgern – und wünschen uns, es wäre nicht so. Doch unter den richtigen Umständen kann Ärger sogar Energie freisetzen und die Leistungsfähigkeit steigern. Wie ein konstruktiver Umgang gelingt.
Die Entscheidung fällt beiläufig im Teammeeting: Das Projekt, in das einige Teammitglieder viel Zeit gesteckt haben, ist plötzlich "strategisch nicht mehr relevant". Keine Möglichkeit für Rückfragen, keine Erklärung, nur der nächste Agendapunkt. Die betroffenen Personen ärgern sich, doch lassen sich nichts anmerken. Schließlich gilt Ärger im beruflichen Kontext häufig als unprofessionell. Doch verschwunden ist das Gefühl dadurch nicht. Ärger entsteht unter anderem, wenn Erwartungen enttäuscht werden – und wo Menschen zusammenarbeiten, sind solche Situationen kaum zu vermeiden. Die entscheidende Frage ist, wie Führungskräfte und Teams damit umgehen.
Konflikte am Arbeitsplatz: Wie Ärger entsteht
Laut der Personal- und Konfliktberaterin Birte Spreckelsen kommt Ärger in jedem Unternehmen hin und wieder vor. "Zum Beispiel, wenn es wiederholt zu Störungen in übergreifenden Abläufen kommt, eine Erwartung nicht erfüllt wird oder jemand in einer Art und Weise mit mir gesprochen hat, die mir nicht...
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