29.02.2012 | Personalszene

Studie: Grundgehälter in Deutschland steigen um 2,9 Prozent

Die deutschen Arbeitnehmer multinationaler Konzerne können in diesem Jahr mit den europaweit stärksten Reallohnzuwächsen rechnen. Die Grundgehälter werden laut einer Studie der Unternehmensberatung Mercer 2012 voraussichtlich um 2,9 Prozent steigen.

Bei 1,3 Prozent erwarteter Inflationsrate seien damit 1,6 Prozentpunkte wirkliche Entgeltsteigerung drin. Dabei würden Manager und Führungskräfte voraussichtlich üppiger bedacht als die Ebenen darunter, folgerte Mercer aus den Daten von rund 400 multinationalen Konzernen.

Höhere Gehaltssteigerungen als in Deutschland sind der Studie zufolge in Norwegen (+3,1 Prozent) oder auch in Belgien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und Großbritannien (jeweils 3,0) zu erwarten. Dort liegt aber jeweils die Inflation höher. Selbst im Euro-Krisenstaat Griechenland erwartet Mercer um 2,3 Prozent höhere Grundgehälter und Reallohnsteigerungen um 1,3 Prozent. In Deutschland mache das Grundgehalt im Schnitt 85 Prozent des gesamten Einkommens aus.

 

Mitarbeitermotivation: Nicht-finanzielle Anreize werden wichtiger

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise stehen den Unternehmen in Westeuropa auch in diesem Jahr nur begrenzte Budgets für Gehaltserhöhungen zur Verfügung. "Der Grundsatz "Pay for Performance" gewinnt daher noch mehr an Bedeutung. Darüber hinaus sind Unternehmen gefordert, kreativ zu sein und verstärkt nicht-finanzielle Anreize einzusetzen, um ihre Mitarbeiter zu motivieren. Sie sollten auf Bereiche wie Karriereentwicklung, Work Life-Balance oder attraktive betriebliche Nebenleistungen setzen, um Leistungsträger und junge Talente im Unternehmen zu halten", so die Empfehlung von Mercer Experte Stefan Würz.

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