Ulrich Sieber gewinnt wieder gegen die Commerzbank
Die Commerzbank hat den Rechtsstreit um die Abberufung von Personalvorstand Ulrich Sieber auch in zweiter Instanz verloren. Der am 6. November 2013 verkündete Beschluss des Aufsichtsrates sei unwirksam, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Dienstag (Az.: 5 U 111/14).
Weiterbeschäftigung bleibt wohl aus
Die Bank kann das Urteil per Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) angreifen. Ein Commerzbank-Sprecher erklärte, das Geldhaus werde „die Einlegung von Rechtsmitteln prüfen“. Dafür sind nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung vier Wochen Zeit.
Sieber fordert die Erfüllung seines Vertrags, der noch bis Mai 2017 gelaufen wäre. Faktisch dürfte es auf eine Abfindung hinauslaufen. Commerzbank-Chef Martin Blessing sagte dazu, er könne sich eher nicht vorstellen, dass Sieber wieder in der Bank arbeite.
Das Aktiengesetz verlangt einen „wichtigen Grund“
Die Commerzbank hatte sich Ende 2013 nach monatelangem Gezerre von zwei Vorständen getrennt und dieses Gremium von neun auf sieben Mitglieder verkleinert. Neben Sieber traf es Jochen Klösges, der gemeinsam mit Sieber für die konzerneigene Abbausparte verantwortlich war. Klösges ging den damaligen Angaben zufolge freiwillig.
Zur Begründung hatte die Bank die eingeleitete Streichung Tausender Stellen angeführt: Der Sparkurs könne nicht spurlos am Top-Management vorbeigehen. Das Landgericht Frankfurt urteilte im April, dies reiche für einen Rauswurf Siebers nicht aus. Das Aktiengesetz verlangt für die vorzeitige Abberufung eines Vorstands einen „wichtigen Grund“.
Unzumutbarkeit wurde nicht angeführt
Gegen das Urteil des Landgerichts war die Bank in Berufung gegangen. Das OLG bekräftigte nun, eine Bank dürfe Manager nicht allein deshalb vor die Tür setzen, weil es für sie vorteilhaft sei. Für die Trennung von Sieber habe die Commerzbank keinen „wichtigen Grund“ angeführt - etwa jenen, dass „die weitere Tätigkeit des Vorstandsmitglieds bis zum Ende seiner Amtszeit für die Gesellschaft unzumutbar wäre“.
-
Die wichtigsten Termine 2026 für Personalprofis
1846
-
Ein Experiment zeigt, wie sich Krankheitstage senken lassen
142
-
Grieger-Langer und die gefakte Kundenliste
33
-
HR-Personalwechsel im November
25
-
Sven Schütt wird neuer CEO bei Career Partner
23
-
Karriere in modernem Outfit
22
-
Wie man einen Ruf schädigt: der Fall Cawa Younosi
202
-
40 HR-Köpfe 2025: Gewinner Management
19
-
Rebecca Steinhage wird Arvato-Personalchefin
19
-
Gewinner des HR Innovation Awards bieten Lösungen für den Mittelstand
16
-
60 Jahre Kampf gegen Rassismus – und der blinde Fleck von HR
19.03.2026
-
Bühne frei für Recruiting-Poeten
11.03.2026
-
Jetzt für den HR Innovation Award 2026 bewerben
09.03.2026
-
Wie Hightech das kulturelle Rollback fördert
05.03.2026
-
HR-Personalwechsel im Februar
02.03.2026
-
Digitalisierung und KI im Fokus der DSAG-Personaltage
24.02.2026
-
Ukrainische Geflüchtete – Erfolgreiche Integration bei hohen Sozialtransfers
19.02.2026
-
Das Fernunterrichtsschutzgesetz zu streichen ist überfällig
12.02.2026
-
Ein Experiment zeigt, wie sich Krankheitstage senken lassen
05.02.2026
-
HR-Personalwechsel im Januar
30.01.2026