14.10.2011 | Personalszene

Innovationsindikator 2011: Deutschland hat sich deutlich verbessert

Wer eine Idee für ein Produkt oder eine Firma hat, findet in Deutschland deutlich bessere Bedingungen vor, als noch vor zwei Jahren. Auf einer neuen Rangliste zum Innovationsklima in 26 Industriestaaten liegt die Bundesrepublik auf Platz vier - hinter der Schweiz, Singapur und Schweden.

009 lag Deutschland noch auf Platz 9 von 17 im "Innovationsindikator" von Deutscher Telekom Stiftung und Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schlechte Noten gab es jedoch bei der Bildung.

 

Hohe Investitionen der öffentlichen Hand

"Selbst während der Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen stark in Forschung und Entwicklung investiert", sagte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Das zahle sich nun aus. Als wesentlichen Grund für das bessere Abschneiden sieht die Untersuchung die hohen Investitionen der öffentlichen Hand in Forschung und Wissenschaft.

 

USA nur Neunter

Abgestürzt sind auf der Rangliste die USA, die vor zwei Jahren noch an der Spitze standen. Nun sind sie Neunter. Die asiatischen Länder holen auf. Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika entwickelten sich zu neuen Kraftzentren, hieß es.

 

Schlechte Noten bei der Bildung

Bei der Bildung schneidet Deutschland bei dem Ländervergleich schlecht ab - mit Ausnahme der beruflichen Bildung. Es fehlten akademisch und beruflich qualifizierte Fachkräfte, bemängeln die Autoren. Selbst beim Anteil der Promovierten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik falle das Land zurück. "Bildung muss nicht nur in politischen Reden, sondern auch im täglichen Handeln zum Megathema werden", sagte der Stiftungsvorsitzende, der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel.

 

Harte und weiche Indikatoren

In die Studie flossen 38 Einzelindikatoren ein, darunter harte Faktoren wie die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde und weiche wie die Stimmung in der Wirtschaft. Autoren und Methodik haben sich verglichen mit 2009 geändert. Die inhaltliche Vergleichbarkeit sei aber gewährleistet, hieß es.

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