Ein Drittel der Arbeitnehmer will das Unternehmen wechseln
Bei Arbeitnehmern in nicht-leitenden Funktionen liegt der Anteil der Wechselwilligen deutlich niedriger, bei 27 Prozent. Aber es fallen auch große Unterschiede auf, je nach Alter der Arbeitnehmer: Bei den unter 24- Jährigen liegt der Anteil bei fast 50 und bei den 25- bis 34-Jährigen um 40 Prozent. Auch bei den 55- bis 64-Jährigen ist die Wechselbereitschaft mit 21 Prozent noch relativ hoch. Insgesamt sind Männer wechselwilliger als Frauen (36 Prozent beziehungsweise 29 Prozent).
Junge Arbeitnehmer sind am ehesten wechselbereit
Trotz der Wechselabsichten sind 71 Prozent der Arbeitnehmer mit ihrem Unternehmen insgesamt und 75 Prozent alles in allem mit ihrer Arbeit zufrieden. 58 Prozent sind stolz darauf, in ihrem Unternehmen zu arbeiten und 65 Prozent würden ihre Firma anderen als guten Arbeitgeber weiterempfehlen.
Auffällig ist, dass gerade die Gruppe der bis 24-Jährigen, bei denen die Wechselbereitschaft am stärksten ausgeprägt ist, die größte Zufriedenheit zeigt.
Identifizierung mit dem Unternehmen ist rückläufig
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich die Arbeitnehmer in Deutschland nicht ausreichend mit dem Unternehmen, für das sie arbeiten, identifizieren. Nur 55 Prozent fühlen sich ihrem Unternehmen sehr verpflichtet – das sind 30 Prozent weniger als im Jahr 2004. Rückläufig ist auch die Zahl derer, denen die Arbeit ein Gefühl von Selbstverwirklichung gibt. Der Anteil ist hier von 69 auf 58 Prozent gesunken.
Work-Life-Balance hat sich verbessert
Weitere wichtige Erkenntnisse liefern die Ergebnisse aus dem Themenkomplex Work-Life-Balance: 61 Prozent der Befragten behaupten, dass sie in ihrem Job ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben halten können.
"Dieser Wert hat sich im Vergleich zu 2004 deutlich verbessert und zwar um 12 Prozent – ein Ergebnis, das viele überraschen dürfte. Offenbar haben die Unternehmen hier Fortschritte erzielt. Dafür spricht auch ein anderes Ergebnis der Studie: 59 Prozent der Befragten geben an, die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten nutzen zu können“, erklärt Fridtjof Helemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mercer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Über die Studie
Für die Mercer-Studie “What’s Working“ wurden im ersten Halbjahr 2011 rund 30.000 Mitarbeiter aus 17 verschiedenen Ländern befragt. Darunter waren über 2.000 Angestellte aus Deutschland. Die Studie, die in diesem Umfang zuletzt 2004 durchgeführt wurde, umfasst über 100 Fragen zu arbeitsbezogenen Themen.
Was Arbeitnehmern in Deutschland besonders wichtig ist
- Grundgehalt
- Art der Arbeit
- Variable Vergütung
- Flexible Arbeitszeiten
- Für ein respektables Unternehmen arbeiten
Quelle: Mercer
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