21.02.2014 | Weiterbildung

Initiative der Mitarbeiter entscheidet über Einstellung, Arbeitsplatz und Karriere

Bei wichtigen Karriereentscheidungen achten Personaler auf die Weiterbildungsinitiative der Mitarbeiter.
Bild: Haufe Online Redaktion

Personaler bevorzugen Mitarbeiter, die sich aus eigener Initiative weiterbilden, so eine Studie. Die eigenverantwortliche Weiterbildung entscheidet demnach nicht nur über neue Karrierechancen, sondern auch über den Erhalt des Arbeitsplatzes bestehender und die Einstellung neuer Mitarbeiter.

Weiterbildung zählt – nicht nur für die Arbeitnehmer. Erst kürzlich wurden diese in einer Studie zum Thema "Weiterbildung und Fernlernen" danach gefragt, was sie von einer Fortbildung erwarten: Neben der persönlichen Entwicklung erhoffen sich die Mitarbeiter vor allem, im Beruf besser voran zu kommen oder sogar mit dem zusätzlichen Wissen in einem neuen Beruf zu starten. Eine TNS-Infratest-Studie im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 301 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen bestätigt nun, dass die Initiative der Mitarbeiter in Sachen Weiterbildung auch aus HR-Perspektive über das Weiterkommen im Beruf entscheidet: 87 Prozent der befragten Personaler halten dies bei der Eröffnung neuer Karrierechancen, 85 Prozent beim Erhalt des Arbeitsplatzes und 77 Prozent bei der Einstellung neuer Mitarbeiter für wichtig bis äußerst wichtig.

Große Unternehmen legen mehr Wert auf eigenverantwortlichen Wissenserwerb

"Wer sich aus eigenem Antrieb um seine berufliche Weiterbildung kümmert, hat 2014 gute Karten im Job", resümiert Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. "Denn die Personalverantwortlichen haben auch in diesem Jahr das Weiterbildungsengagement der einzelnen Arbeitnehmer stark im Auge." In großen Unternehmen legen die HR-Manager offenbar noch mehr Wert auf den eigenverantwortlichen Wissenserwerb: Hier geben sogar 96 Prozent der Befragten an, bei Karriereentscheidungen auf das Weiterbildungsengagement der Mitarbeiter zu achten. 90 Prozent tun dies in den großen Unternehmen zudem beim Erhalt des Arbeitsplatzes; bei der Einstellung neuer Mitarbeiter berücksichtigen dies 86 Prozent.

Dreiviertel rechnen mit gleichbleibenden oder steigenden Weiterbildungsbudgets

Des Weiteren schätzen die befragten Personaler der Umfrage zufolge die hohe Motivation und Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer, die sich durch Eigeninitiative offenbart (67 Prozent), und die Bereitschaft, neue Chancen und Herausforderungen anzunehmen (53 Prozent). Die Studie gibt zudem Aufschluss über die Entwicklung der Weiterbildungsbudgets in deutschen Unternehmen: Demnach rechnen dieses Jahr 76 Prozent der befragten HR-Manager mit gleichbleibenden oder steigenden Budgets, während 20 Prozent einen kleineren Weiterbildungstopf als zuvor erwarten. Im Vorjahr waren es noch 70 Prozent mit gleichbleibendem oder steigendem und 23 Prozent mit einem sinkenden Budget.

Personalverantwortliche akzeptieren Fernunterricht als Weiterbildungsinstrument

Die Autoren wollten zudem wissen, ob die Personalverantwortlichen Fernunterricht für ein geeignetes Instrument in der berufsbegleitenden Weiterbildung halten. Hier ist die Akzeptanz groß: 86 Prozent der Befragten bejahten dies, in mittleren sowie großen Unternehmen sind es sogar 90 Prozent.

Dass Fernlernen sich großer Popularität erfreut, zeigt sich auch am heutigen Bundesweiten Fernstudientag. Die Aktion, die 2014 bereits zum neunten Mal stattfindet, hat das Forum Distance-Learning ins Leben gerufen. Dieses Jahr beteiligen sich über 50 Institutionen mit Veranstaltungen und anderen Aktionen daran.

Weitere Informationen zum Fernstudientag finden Sie unter: www.fernstudientag.de

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Arbeitsplatz, Karriere

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