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Bildungspreis zeigt Stärken und Schwächen im Bildungsmanagement

Wird in diesem Jahr erstmals vergeben: Der Deutsche Bildungspreis.
Bild: Tüv Süd Akademie

Vergeben wird der Deutsche Bildungspreis erst Ende April. Die Einreichungen zeigen bereits jetzt, dass die Stärken des Bildungsmanagements in Unternehmen in Mitarbeitergesprächen liegen, während beim Lerntransfer und der technischen Unterstützung von Bildungsmaßnahmen noch Handlungsbedarf besteht.

Als wichtigstes Steuerinstrument für das Bildungsmanagement sehen die Einreicher demnach Mitarbeitergespräche und den Einfluss von Führungskräften. Weitgehende Einigkeit herrsche bei den Personalern darin, dass das Thema Bildung ein wichtiger Bestandteil jedes Mitarbeitergesprächs sein sollte. Ebenso wichtig sei, dass Führungskräfte selbst an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen und Kompetenzentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter als feste Bestandteile ihrer Aufgaben anerkennen würden. Auch bei der Umsetzung dieser Vorgaben sind die Unternehmen ersten Verlautbarungen zufolge schon weit: Die Segmente "Mitarbeitergespräche" hätten genauso wie "Führungskräfte" beim Grad der Umsetzung mit Werten über 75 Prozent besonders gut abgeschnitten.

Diskrepanz zwischen Wissensvermittlung und Umsetzung

Negativ aufgefallen sei dagegen eine hohe Diskrepanz zwischen Wissensvermittlung und Umsetzung im Berufsalltag. Die Praxistransfersicherung werde bislang nur zu gut 50 Prozent umgesetzt. Auch bei der IT-gestützten Infrastruktur hapere es noch, wie der Wert von nur 37 Prozent Umsetzungsquote zeige. Große Defizite existierten demnach beim technischen Support des innerbetrieblichen Bildungsmanagements und der Nutzung von IT-Tools. So würden nur in weniger als der Hälfte der Unternehmen Mitarbeiterkompetenzen und Weiterbildungsmaßnahmen über ein geeignetes System erfasst und verwaltet. Vielen Mitarbeitern sei es nicht möglich, sich zum Beispiel über E-Learning eigenständig fortzubilden oder sich über Weiterbildungsangebote zu informieren und auszutauschen.

Noch zu wenig E-Learning

Insgesamt würden Weiterbildungsmaßnahmen zwar mit 68 Prozent schon gut umgesetzt. Der Nutzungsgrad zwischen den einzelnen Lernformaten variiere aber stark. Während Seminare und Lehrgänge flächendeckend angeboten würden, bestünde bei E-Learning, Corporate Universities und virtuellen Klassenräumen noch Nachholbedarf.

Der Deutsche Bildungspreis wird am 22. April 2013 zum ersten Mal vergeben. Um den Preis für vorbildliche Maßnahmen im betrieblichen Bildungs- und Talentmanagement beworben haben sich 133 Unternehmen und Institutionen, darunter sieben Dax-30-Unternehmen. Verliehen wird der Preis von EuPD Research Sustainable Management und der Tüv Süd Akademie im Vorfeld der Messe "Personal Süd" in der Staatsgalerie in Stuttgart. Medienpartner des Preises ist unter anderem die Fachzeitschrift "wirtschaft + weiterbildung" der Haufe Gruppe.

Haufe Online Redaktion

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