Große Einkommensschere zwischen Akademikern und Facharbeitern
Die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschließlich beruflich ausgebildeten Fachkräften ist in den vergangenen Jahren weltweit gewachsen - besonders drastisch aber in Deutschland. Dies geht aus dem OECD-Bildungsbericht 2014 hervor. Verglichen werden darin die Bildungssysteme der 30 wichtigsten Industriestaaten sowie einiger Partnerländer mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft.
Akademiker in Deutschland verdienen laut Bericht im Schnitt 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die trotz Abitur oder Realschulabschluss weder zur Universität noch zur Fachhochschule gegangen sind oder einen Meisterkurs besucht haben. Im Jahr 2000 lag der Akademiker-Vorsprung beim Einkommen in Deutschland erst bei 45 Prozent. Im Schnitt der anderen Industrienationen beträgt der Lohnvorteil von Studierten 59 Prozent. Auch werden Hochqualifizierte seltener arbeitslos.
Die Anzahl der Studenten wächst – aber nicht schnell genug
So viele junge Leute wie nie zuvor streben derzeit in Deutschland einen Hochschulabschluss an. Dies wird von den Bildungsexperten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch als besonders positiv herausgestellt. Gleichwohl wachse in Deutschland der Anteil der Hochgebildeten mit akademischem Abschluss so langsam wie in kaum einem anderen Industriestaat. Während in Deutschland inzwischen 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen Studienabschluss verfügen, sind dies im OECD-Schnitt 33 Prozent.
Jüngste Warnungen von konservativen Bildungspolitikern vor einem "Akademisierungswahn" bezeichnete von Meyer vor dem Hintergrund dieser Zahlen als "absurd". Es gehe nicht darum, Studium und betriebliche Lehre gegeneinander auszuspielen. Das deutsche Bildungssystem sei in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden. "Aber auch andere Länder schlafen nicht und werden schneller besser."
Ministerin verteidigt sich mit der dualen Ausbildung
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hielt dagegen, dass in Deutschland den jungen Menschen mit dem Studium wie der beruflichen Bildung "zwei gleichwertige Alternativen zu Verfügung stehen". Beide böten optimale Möglichkeiten für die berufliche Zukunft.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
453
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
267
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
248
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
240
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
229
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1664
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
162
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
145
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1138
-
Pflicht zur psychischen Gefährdungsbeurteilung
112
-
Im Recruiting stockt die Digitalisierung
21.05.2026
-
Human in the Loop: Wie KI die Dienstplanung fair und effizient macht
19.05.2026
-
Bike to Work: Wie gemeinsames Pendeln den Teamgeist stärken kann
19.05.2026
-
Recruiting mit KI: Wie Sie Effizienz steigern und Talente trotzdem überzeugen
18.05.2026
-
"Existenzberechtigung von Jobbörsen ist ungebrochen"
15.05.2026
-
KI schafft mehr Stellen für Facharbeiter und Handwerker
13.05.2026
-
Führung – der blinde Fleck der Transformation
13.05.2026
-
Warum Transformation ohne Daten scheitert
13.05.2026
-
"Komplexität nicht abbilden, sondern auflösen"
13.05.2026
-
Wo deutsche Unternehmen ihr Potenzial verschenken
12.05.2026