Angst vor Fehlern ist weit verbreitet
Die Kunst des Fehlermanagements ist einer aktuellen Umfrage zufolge noch nicht in allen deutschen Unternehmen verbreitet. Dabei sollte ein guter Vorgesetzter in der Theorie für eine offene Fehlerkultur in seinem Team sorgen – denn ein fehlerfeindliches Klima kann nicht nur zu weiteren Fehlern, sondern auch zu erhöhtem Stress bei den Mitarbeitern führen (Wie Führungskräfte produktiv mit Fehlern im Team umgehen können, erfahren Sie hier).
Die Studie "Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg", für die die Personalberatung Rochus Mummert HR-Führungskräfte sowie 1.000 Arbeitnehmer bevölkerungsrepräsentativ befragt hat, legt allerdings nahe, dass in der Praxis jeder zweite Beschäftigte Angst davor hat, etwas falsch zu machen. 36 Prozent fürchten demnach sogar den Verlust des Arbeitsplatzes, und jeder Dritte sagt, er scheue Konflikte mit dem Vorgesetzten.
Rund ein Drittel hat Angst vor der Angst
Die Autoren sehen in den Ergebnissen der Umfrage eine Erklärung dafür, weshalb die Zahl der Beschäftigten mit psychischen Problemen in deutschen Unternehmen stetig wächst. Der Studie zufolge erkennen bereits sechs von zehn Befragten Stresssymptome wie Reizbarkeit und Nervosität in ihrem beruflichen Umfeld. 35 Prozent der Arbeitnehmer geben an, bereits innerlich gekündigt zu haben. Eine Unternehmenskultur der Angst führe den Befragten zufolge auch dazu, dass sie "Angst vor der Angst" verspürten – so geht es zumindest 30 Prozent der Studienteilnehmer.
Die Unternehmenskultur zu verbessern und die Mitarbeiter wieder zu Bestleistungen zu motivieren, sollte den Studienautoren zufolge nicht nur Aufgabe der Führungskräfte sein: "Wir sehen hier neben der Geschäftsführung insbesondere die HR-Verantwortlichen in der Pflicht. Ihre Aufgabe ist es, Themen wie Führung und Leadership im Unternehmen voranzutreiben und aus einem 'Klima der Angst' ein 'Klima des Vertrauens' entstehen zu lassen", fordert Rochus-Mummert-Partner Dr. Hans Schlipat.
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