Top-Management zeigt sich selbst die rote Karte
Obwohl 84 Prozent der Befragten selbst Top-Führungskräfte sind, ist fast ein Drittel (32 Prozent) der Ansicht, dass das größte Hindernis für erfolgreiche Führungskräfteentwicklung das fehlende Engagement der Unternehmensleitung ist. Erst danach folgen ein zu geringes Budget, interne Abstimmungsprobleme (beide 26 Prozent) oder die fehlende Verfügbarkeit von Know-how (14 Prozent).
Verbesserungsbedarf beim Weiterbildungsangebot
Nach Ansicht vieler Spitzenmanager benötigt die aktuelle Führungskräfteentwicklung eindeutig Verbesserung. „Viele Führungskräfte sind mit den Angeboten, die ihnen für ihre langfristige Entwicklung gemacht werden, nur unzureichend zufrieden“, so Mathias Kesting, Senior Partner und Spezialist für Leadership & Talent Consulting bei der Beratungsgesellschaft Korn Ferry, die die Studie durchgeführt hat. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Führungskräfte sagen, dass sie die Ergebnisse der laufenden Programme für höchstens ausreichend erachten. Gleichzeitig würden sie nur rund 52 Prozent der aktuellen Trainings- und Entwicklungsprogramme beibehalten.
Passgenaue Programme für Führungskräfte gefordert
Spezifische und maßgeschneiderte Programme sollten mindestens 47 Prozent des Angebots für Führungskräfteentwicklung ausmachen, aktuell ist dies nach Angaben der Befragten nur bei 36 Prozent der Programme der Fall. Trainings mit persönlicher Präsenz und Live-Trainer finden noch zu selten statt in den Entwicklungsprogrammen (37 Prozent zum Gesamtanteil am Weiterbildungsangebot). Viele wünschen sich zudem vor allem zusammenhängende Programmangebote (40 Prozent) gegenüber Einzeltrainings (23 Prozent).
Top-Management muss sich stärker um Führungskräfteentwicklung kümmern
"Dieses Ergebnis hat auch uns überrascht“, sagt Kesting. Es zeige aber auch, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit professioneller Nachfolge- und Führungskräfteentwicklung vorhanden ist. Und dass dieses Bewusstsein sich bereits international herausgebildet hat. Zukünftig sollte das Top-Management eine deutlich stärkere Präsenz zeigen, sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Durchführung von Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung. Denn kein Faktor entscheidet so sehr über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen wie die Verfügbarkeit exzellent ausgebildeter Nachfolger für die Leitungsebene.
Über die Studie
In der Studie „ Real World Leadership“ wurden im Sommer 2015 7.500 Führungskräfte in 107 Ländern befragt. 26 Prozent davon waren Vorstände, 31 Prozent Executive/Senior/Vice President, 27 Prozent Direktoren und 16 Prozent in der nachgelagerten Ebene.
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
494
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
472
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
302
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
235
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
217
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
161
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
154
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
139
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
129
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1194
-
Wie das "S" in ESG zur Mitarbeiterbindung beiträgt
09.04.2026
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
08.04.2026
-
ZP Süd 2026: Zwei Tage HR-Wissen zu „Team Human x AI“
07.04.2026
-
KI-Agenten werden an der Arbeitswelt vorbei entwickelt
02.04.2026
-
Altersdiskriminierung im Berufsalltag – zu jung, zu alt, zu unrecht
01.04.2026
-
Warum Organisationen eine Talent Roadmap brauchen
01.04.2026
-
Fünf Tipps für erfolgreiche HR-Software-Projekte
01.04.2026
-
Warum mehr Tools oft zu mehr Aufwand führen
01.04.2026
-
Relationship-Matching als strategisches HR-Instrument
01.04.2026
-
Die zwei Seiten von People Analytics
31.03.2026