Personaler geben Bewerbern selten eine zweite Chance
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass nur 23 Prozent der befragten Personaler Bewerbern eine zweite Chance geben würden, wenn sie diesen schon einmal für eine Stelle abgesagt haben. Beim Großteil (65 Prozent) der vom Jobportal Jobware Befragten kommen zwar Bewerber, die höflich auf eine Absage reagieren, gut an. Doch für die Besetzung einer künftigen Vakanz würden die Personaler diese Bewerber nicht in Erwägung ziehen – und das, obwohl immerhin 14 Prozent der befragten Bewerber ausdrücklich wünschen, dass sie in den Bewerberpool aufgenommen werden wollen.
Zwölf Prozent der befragten Personaler reagieren sogar besonders miesepetrig auf Bewerber, die sich nach einer Absage noch einmal bei ihnen melden: Sie geben an, dass sie sich dadurch gestört fühlen – ihrer Meinung nach reicht die Absage als Kommunikation mit dem abgelehnten Bewerber.
Lücke im Lebenslauf ist für viele K.O.-Kriterium
Nicht nur beim Umgang mit abgelehnten Bewerbern offenbart die Jobware-Befragung ungenutzte Chancen: Viele Personaler scheinen sich auch immer noch mit Bewerbern schwer zu tun, deren Lebenslauf eine Lücke aufweist. Wer als Bewerber etwa eine berufliche Lücke mit einer Selbstfindungsphase begründet, wird – bei Passung zur offenen Stelle – nur von 43 Prozent der Personaler in Betracht gezogen.
Angesichts so intoleranter Personaler ist es kein Wunder, dass mancher Bewerber seinen Lebenslauf frisiert und sich Ausreden für Lücken einfallen lässt. Für gewöhnlich finden sich in den CVs solcher Bewerber deshalb "Phasen zur beruflichen Neuorientierung" oder "verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen".
Lücke im Lebenslauf: Bewerber erfinden kreative Ausreden
Dass sich manche Bewerber auch recht ausgefallene, wenn auch nicht ganz ernst gemeinte Gründe für die Lücke in ihrem Werdegang zurechtlegen, konnte kürzlich eine Ausredensammlung auf www.dasbesteaussocialmedia.de beweisen. Kostprobe: Lücke im Lebenslauf? "Da versuchte ich ein Gruppenfoto zu machen, mit dem alle 17 Personen einverstanden sind."
Darüber, ob die Bewerber mit diesen Ausreden auf humorvolle Personaler getroffen sind, die ihnen trotz Lücke eine Chance gegeben haben, ist nichts bekannt. Allerdings gibt die Jobware-Umfrage Aufschluss darüber, welche ernst gemeinte Begründung Personaler bei Lücken im Lebenslauf meist gelten lassen: Bewerber, die die fehlende Zeit als "Auszeit zum Reisen" deklarieren, kann bei einem Großteil der Personaler (76 Prozent) mit Verständnis rechnen.
Weitere Ergebnisse aus der Befragung finden Sie in der Infografik.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
509
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
296
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
279
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
271
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
238
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
192
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1844
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
177
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
109
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1048
-
KI schafft mehr Stellen für Facharbeiter und Handwerker
13.05.2026
-
Führung – der blinde Fleck der Transformation
13.05.2026
-
Warum Transformation ohne Daten scheitert
13.05.2026
-
"Komplexität nicht abbilden, sondern auflösen"
13.05.2026
-
Wo deutsche Unternehmen ihr Potenzial verschenken
12.05.2026
-
Produktiv mit Künstlicher Intelligenz
12.05.2026
-
Lost in Translation: Wenn Employer Branding an Blue Collar vorbeiredet
11.05.2026
-
KI-Kompetenzen werden zum Vergütungsthema
07.05.2026
-
Gesundheitsförderung im Homeoffice: Tipps für HR
07.05.2026
-
Arbeitskosten in Deutschland verteuern sich weiter
30.04.2026