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Tipps: Lachend zum Lernerfolg

Humor kann das Lernen erleichtern. Dabei sollte der Kursleiter aber nicht den Clown geben.
Bild: PhotoDisc Inc.

Humor kann das Lernen unterstützen – vorausgesetzt, er wird richtig eingesetzt und gleitet nicht in Slapstickeinlagen ab. Mithilfe einiger Tipps können Personalentwickler und Trainer, die Trainings im Unternehmen leiten, sich die Potenziale des Lachens zunutze machen.

Oft sind Trainings noch humorfreie Zone – obwohl zahlreiche Studien schon gezeigt haben, dass Lachen beim Lernen helfen kann. So hat der israelische Psychologie-Professor Avner Ziv schon in  den 80er Jahren belegen können, dass Humor hilft, die Aufmerksamkeit von Lernern zu wecken und zu halten. Eine US-Studie, ebenfalls aus den 80er Jahren, zeigte, dass Lernen mit Humor leichter fällt.

Diese und weitere Erkenntnisse zum Thema "Humor beim Lernen" stellen Verena Gerner, Leiterin für Geschäftsfeldentwicklung und Marketing bei der Professio GmbH, und Kabarettist Oliver Tissot in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaft + Weiterbildung vor – und zeigen, wie Humor den Lernerfolg auch in der Praxis steigern kann.

Nicht jeder Gag trägt zum Lernerfolg bei

Personalentwickler und Trainer, die in der betrieblichen Weiterbildung Kurse leiten, können sich diese Erkenntnisse zunutze machen – und mit Humor neben dem Lernerfolg auch das Kursklima verbessern. Doch nicht jede humoristische Einlage eignet sich dafür: Machen sich die Lehrenden zum Kurs-Clown, stehen schnell die Gags und nicht mehr der Lernstoff im Mittelpunkt. Gerner und Tissot haben einige Tipps zusammengestellt, die humorvolle Kursleiter beherzigen sollten.

Tipp 1: Unterscheiden Sie Spaß und Ernst.

Schlüpfen Sie in eine andere Rolle, wenn Sie humorvoll vom Leder ziehen. Es muss jedem Teilnehmer klar sein, was "witzig" gemeint ist.

Tipp 2: Dosieren Sie den Humor.

Setzen Sie Humor nur für relevante Inhalte ein, nicht für Nebensächliches! Sonst bleibt womöglich nur Unwichtiges hängen.

Tipp 3: Binden Sie Humortalente ein.

Bremsen Sie Spaßvögel nicht aus, indem Sie humorvolle Beiträge mit kritischen Kommentaren und düsterer Mimik sanktionieren und unterbinden wollen. Freuen Sie sich  lieber, wenn Sie humoristische Naturtalente für Ihre Zwecke, nämlich ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und wirkungsvolles Lernprogramm, nutzen können.

Tipp 4: Setzen Sie auf neutralen Humor.

Machen Sie sich als Mitarbeiter in brenzligen Situationen nicht selbst zum Hofnarren. Ein externer Trainer ist besser in der Position, Probleme humorvoll zu benennen, ohne Kränkungen auszulösen, da er in Historien, Hintergründe und Verantwortlichkeiten nicht involviert ist.

Tipp 5: Bremsen Sie die Dynamik nicht.

Humor sollte wie ein Katalysator das Verständnis beschleunigen und somit Zeit sparen anstatt zusätzliche Energie zu kosten.

Tipp 6: Nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst.

Lachen Sie über sich selbst und geben Sie den Teilnehmern der Gruppe Gelegenheit, ebenfalls über sich zu lachen. Wenn das, was in der Gruppe kommuniziert wird, Quelle des Lustigen ist, öffnen Sie automatisch Ventile, kreative Inhalte sprudeln zu lassen.

Tipp 7: Zeigen Sie mit Humor Wertschätzung.

Wer über ein Bonmot des anderen lacht, schätzt dessen Esprit. Lachen in der Gruppe fördert nicht nur, dass man sich schätzen lernt, sondern fördert auch die eigene Selbsteinschätzung.  Nutzen Sie Humor, um Reflexion über eigene Stärken und Schwächen zu verbessern.

Tipp 8: Achten Sie auf das Timing.

Das richtige Timing ist der Garant einer gelungenen Pointe! Üben Sie stets und bewerten Sie immer den Erfolg Ihres Humoreinsatzes, damit Ihr Spaß mit herzhaftem Lachen belohnt wird.

Den kompletten Beitrag "Humorvoll rangehen" lesen Sie in Ausgabe 02/2015 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Haufe Online Redaktion

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