Mehr Glück, mehr Erfolg für Unternehmen
Besonders glücklich macht Mitarbeiter demnach ein respektvoller Umgang miteinander (93,2 Prozent), eine interessante Tätigkeit, (92,2 Prozent) ein gutes Betriebsklima (88,9 Prozent), eine faire und offene Unternehmenskultur (88,3 Prozent) sowie Anerkennung für die geleistete Arbeit (87,1 Prozent). Fast genauso wichtig eingeschätzt wird, sich selbst treu bleiben zu dürfen (85 Prozent), eine gute Work-Life-Balance (82,7 Prozent) sowie gute Beziehungen zu den Kollegen (82,6 Prozent) und eine angemessene Ausstattung für die Erledigung der Aufgaben (81,9 Prozent). Knapp dahinter, aber an letzter Stelle genannt wird die gerechte Vergütung (81,3 Prozent).
Unternehmen sehen Glück anders als Arbeitnehmer
Von den Unternehmen wollten die Autoren der Studie wissen, welche Vorteile sich ihrer Ansicht nach aus der Arbeit mit glücklichen Arbeitnehmern ergeben. Vier von neun Vorteilen zielen demnach auf die Mitarbeiterbindung und Rekrutierung neuer Mitarbeiter ab: Eine geringere Fluktuation (96,2 Prozent), Rekrutierung neuer Mitarbeiter (92,3 Prozent), eine bessere Arbeitgebermarke (90,8 Prozent) und attraktiver als die Konkurrenz sein (88,2 Prozent). Als weitere Vorteile erscheinen ein höheres Mitarbeiterengagement (97,1 Prozent), weniger Fehlzeiten (94 Prozent), kreativere Mitarbeiter (90,8 Prozent), höhere Gewinne (83,4 Prozent) sowie ein größerer Marktanteil (67,9 Prozent).
Deutsche im internationalen Vergleich eher unglücklich
Die Studie, für die die Online-Jobbörse Stepstone rund 13.000 Mitarbeiter in mehr als 1.000 Unternehmen in sieben europäischen Ländern befragt hat, zeigte auch, dass deutsche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für glücklicher halten, als diese selbst sich einschätzen. Während die Arbeitgeber für das Glücksempfinden ihrer Arbeitnehmer 7,2 von zehn Punkten vergeben, liegt deren eigene Einschätzung um fast zwei Punkte niedriger nur bei 5,1 Punkten. Im europäischen Vergleich sind zeigt sich, dass deutsche Arbeitnehmer zwar beim privaten Glück mit ihren Kollegen in Schweden, Dänemark, Belgien und den Niederlanden mithalten können. Auf ihr Glück am Arbeitsplatz aber wirkt sich das kaum aus. Hier zeigen sie sich mit einem Wert von unter fünf Punkten am unglücklichsten.
Glücksfaktoren fördern
Auf Basis der Studienergebnisse empfehlen die Autoren Unternehmen, die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter weiter zu entwickeln, da diese eine Basis für Anerkennung und Respekt im Unternehmen bilden. Als weitere zu fördernde Glücksfaktoren werden empfohlen, Mitarbeitern mehr Spielraum für Eigenständigkeit zu geben, auf den Teamgeist zu achten und Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven zu bieten.
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