Sinnsuche für Frauen, Mammon für Männer
Insgesamt, so das Ergebnis der Forsa-Studie, steht ein hohes Gehalt beziehungsweise eine sinnvolle Tätigkeit bei jeweils 42 Prozent der Arbeitnehmer an erster Stelle. Im Geschlechtervergleich zeigen sich jedoch Unterschiede: Während sich gut die Hälfte der Frauen vor allem einen sinnvollen Job wünscht, sagen fast ebenso viele Männer, dass ihnen ein hohes Gehalt am wichtigsten sei. Für die Studie im Auftrag des Online-Netzwerks Xing haben die Meinungsforscher von Forsa 1.011 Fach- und Führungskräfte befragt.
Wenige Sinnsucher in der U-30-Generation
Auch zwischen den unterschiedlichen Altersklassen stellten die Studienautoren Unterschiede fest: Während für über die Hälfte der Ü-50-Generation eine sinnvolle Tätigkeit am wichtigsten ist, spricht sich bei den Unter-30-Jährigen nur ein knappes Drittel dafür aus.
Dass der Job jedoch meist mehr als nur Broterwerb ist, zeigt die Meinung zum Thema "Arbeit und Leben": 88 Prozent der Befragten finden, dass Arbeit und Leben zusammen gehören und der Job zu einem selbst und den eigenen Bedürfnissen passen sollte. Nur elf Prozent trennen Arbeit und Leben strikt voneinander und sind der Meinung, dass es zweitrangig ist, ob der Job zu den eigenen Lebensumständen passt.
Die Mehrheit wünscht sich mehr Zeit für Familie und Freunde
Auch die Vereinbarkeit von Job und Familie ist den allermeisten (95 Prozent) dabei wichtig. Verheiratete und Arbeitnehmer mit minderjährigen Kindern fordern dies sogar fast einstimmig (99 Prozent) ein. Doch die Realität sieht offenbar bei den meisten anders aus: Eine Mehrheit von 82 Prozent wünscht sich mehr Zeit für ihre Familie, Lebenspartner oder Freunde – knapp 40 Prozent von ihnen sogar sehr oft.
In diesem Zusammenhang ist es kein Wunder, dass die Befragten den Wunsch nach mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung äußern. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten können sich etwa nicht vorstellen, bei einem Unternehmen zu arbeiten, das diese Option nicht bietet. Bei den Befragten mit minderjährigen Kindern können sich dies sogar 72 Prozent nicht vorstellen. Nur die Jüngeren bis 29 Jahre geben an, sie könnten gleichermaßen sowohl mit flexiblen als auch mit fest vorgegebenen Arbeitszeiten umgehen (jeweils 49 Prozent).
Gehalt und Sinn: zwei Dauerbrenner der Mitarbeitermotivation
Schon eine Reihe früherer Studien konnte zeigen, dass ein gutes Gehalt und eine sinnvolle Tätigkeit auf viele Mitarbeiter sehr motivierend wirken – sowohl als Anreiz, einen neuen Job anzunehmen als auch dafür, bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. Vor kurzem gaben etwa 74 Prozent der Befragten in einer Studie des Personaldienstleisters Randstad an, sie würden für ein höheres Gehalt den Job wechseln. Eine gemeinsamen Studie der Führungskräfteverbände VAA, Forum F3, ULA und Hay Group aus dem vergangenen Jahr belegte, dass Führungskräfte sich vorwiegend durch weiche Faktoren wie eine "sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit" motivieren lassen.
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