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| Arbeitszufriedenheit

Nur jeder Fünfte treibt Karriere aktiv voran

Zufrieden, aber nicht sehr karriereorientiert – so stellt eine Studie die meisten Arbeitnehmer dar.
Bild: elektraVision AG

Die Mehrheit der Arbeitnehmer ist einer Studie zufolge mit ihrem aktuellen Arbeitgeber zufrieden – doch nur jeder Fünfte arbeitet dort auch aktiv auf den nächsten Karriereschritt hin. Viel größer ist dagegen der Anteil derer, die für bessere Karrierechancen und ein höheres Gehalt wechseln würden.

Im seinem vierteljährlichen Arbeitsbarometer befragt der Personaldienstleister Randstad regelmäßig Arbeitnehmer zu ihrer Zufriedenheit und dazu, unter welchen Bedingungen sie bereit wären ihren Arbeitgeber zu wechseln. Im zweiten Quartal 2014 zeigt sich, dass insgesamt gut zwei Drittel der Befragten mit ihren aktuellen Arbeitsbedingungen zufrieden sind: Knapp die Hälfte (46 Prozent) behauptet dies von sich; 21 Prozent halten sich sogar für "sehr zufrieden". Gering ist der Anteil derer, die sich als "unzufrieden" (sieben Prozent) oder "sehr unzufrieden" (drei Prozent) einstufen, wie die Befragung in 33 Ländern ergeben hat. In Deutschland beantworteten 400 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen die Fragen der Studienautoren.

27 Prozent interessieren sich gar nicht für ihr berufliches Fortkommen

Personalverantwortliche sollten sich jedoch nicht zu früh freuen: Wer glaubt, aus zwei Dritteln zufriedener Mitarbeiter bequem seine Fach- und Führungskräfte auswählen zu können, wird enttäuscht – denn offenbar planen wenige beim aktuellen Arbeitgeber den nächsten Karriereschritt. Nur ein gutes Fünftel (23 Prozent) arbeitet eigenen Angaben zufolge im momentanen Job aktiv auf eine Beförderung hin; viel größer ist der Anteil derer, die von sich behaupten, "etwas" auf die nächste Karrierestufe hinzuarbeiten (50 Prozent). 27 Prozent scheinen sich für ihr berufliches Fortkommen noch weniger zu interessieren, denn sie treiben ihre Karriere gar nicht voran.

Das Gehalt ist nach wie vor ein wichtiger Motivator

Auch in Hinblick auf die hohe Zufriedenheit mit dem Status Quo sollten Arbeitgeber sich nicht in Sicherheit wiegen. Denn die Mehrheit der Mitarbeiter (71 Prozent) würde trotzdem ihren Arbeitgeber wechseln, wenn sie in einem anderen Job mehr Geld verdienen könnten. Damit ist das Gehalt nach wie vor ein wichtiger Motivator, wie auch schon andere Studien zur Mitarbeitermotivation belegen konnten. Vor kurzem war dies etwa auch ein Ergebnis der Studien zweier Personaldienstleister.

Zuschlag für bessere Karrierechancen

Auch wenn die Befragten ihre Karriere im aktuellen Job nur mäßig vorantreiben, wäre für rund die Hälfte (55 Prozent) von ihnen eine bessere Karrierechance ein potenzieller Grund, den Arbeitsplatz zu wechseln. Fast ebenso viele (51 Prozent) geben an, sie würden einem neuen Arbeitgeber dann den Zuschlag geben, wenn sie einen Job fänden, der besser zu ihrem Bildungshintergrund passt.

Haufe Online Redaktion

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