07.04.2016 | Innovationen

Wie sieht die Tagung der Zukunft aus?

Auf der Tagung der Zukunft könnten Roboter Kaffee servieren, den die Teilnehmer per App bestellen.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die rasante Digitalisierung wird auch die Veranstaltungsbranche erheblich verändern. Wie Teilnehmer künftig bei Meetings, Konferenzen und Weiterbildungen den Tagungsort erleben werden, hat eine Forschergruppe unter Beteiligung des Fraunhofer-Instituts IAO untersucht.

Realistische Drei-D-Projektionen im Raum vermitteln Menschen, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, das Gefühl, in einem Konferenzraum zu sitzen. Roboterbarkeeper bringen auf Veranstaltungen per App bestellte Cocktails. Dies sind zwei der Trends, die der neu gegründete Innovationsverbund "Future Meeting Space" aufzeigt.

Analyse aktueller technologischer Entwicklungen in der Branche

Ins Leben gerufen wurde der Verbund "Future Meeting Space" vom German Convention Bureau (GCB) und dem Europäischen Verband der Veranstaltungscentren (EVVC) zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Das Ziel: Aktuelle Entwicklungen in der Veranstaltungsbranche zu analysieren, um Veranstaltungspraktiker auf die Zukunft vorzubereiten, damit Deutschland weiter an der Spitze des internationalen Tagungsgeschäfts bleibt.

Forschergruppe hat 120 Innovationen zusammengestellt

Das Fraunhofer-Team hat dazu in einem ersten Schritt Informationen aus eigener Forschung und Entwicklung genutzt sowie Trendscouts zur Recherche eingesetzt. Darüber hinaus flossen Kenntnisse aus der Laborarbeit und der Entwicklungsarbeit ein.

Insgesamt 120 Innovationen sind so zusammengekommen, von denen die Highlights nun zur Veröffentlichung in einem Katalog der Forschergruppe, dem "Future Meeting Guide", ausgewählt wurden.

Networking rückt in den Fokus von Veranstaltungen

Als Kriterium für die Auswahl wurde der Innovationsgrad angesetzt. Neuartigkeit, der Entwicklungsstand und Markreife sowie Bekanntheit eines Produkts oder Verfahrens waren dabei entscheidend.

In die Auswahl geschafft haben es zum Beispiel "Shareeconomy": Da Hoteliers immer mehr Konkurrenz durch Plattformen wie Airbnb oder Couchsurfing bekommen und Veranstaltungsbesucher Erfahrungen teilen wollen, gilt dass Networking in Zukunft nicht nur eine Randerscheinung in Pausen sein wird, sondern immer mehr selbst in den Mittelpunkt von großen Veranstaltungen treten wird.

Fraunhofer IAO: Auch das Hotel der Zukunft erforscht

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts IAO hatten vorab auch schon das Hotel der Zukunft erforscht: In Zusammenarbeit mit dem Hotel Schani in Wien erprobten sie vor Ort zukunftsfähige Konzepte. 

Die Zukunftsvisionen zum Hotel der Zukunft, die aus Sicht der Forscher schon bald Realität werden könnten, beinhalten etwa den schlüsselosen Zutritt zum Hotelzimmer, die Individualisierbarkeit von Beleuchtung und Raumatmosphäre und ein "smartes" Hotelzimmer, das sich die persönlichen Vorlieben des Hotelgasts merken kann.

Und natürlich sollen auch im Hotel der Zukunft Roboter den Menschen das Leben erleichtern: Die Forscher schwärmen etwa davon, dass der Gast dort bald einen zimmereigenen Roboter losschicken könnte, der ihm die Schuhe ans Bett bringt oder um aus einem zentralen Depot Getränke holt. Mehr über das Hotel der Zukunft lesen Sie hier.


Mehr zur Tagung der Zukunft lesen Sie im Beitrag "Tagung der Zukunft: Mehr Networking, mehr Holodeck" lesen Sie in Ausgabe 04/2016 unseres Sonderhefts "Tagen", das der April-Ausgabe der Zeitschriften "Acquisa" und "Wirtschaft + Weiterbildung" beiliegt. Das Heft steht hier zum kostenlosen Download bereit.


Weitere Informationen zum Forscherverbund "Future Meeting Space" finden Sie unter www.gcb.de.

Schlagworte zum Thema:  Tagung, Meeting, Weiterbildung, Digitalisierung

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