Englischkenntnisse überprüfen: mangelhaft
Das Marktforschungsinstitut Skopos hat im Auftrag von Cambridge English Language Assessment die Bedeutung von Englischkenntnissen in Unternehmen untersucht. So wurden unter anderem Personalverantwortliche verschiedenster Branchen und unterschiedlich großer Firmen zur Wichtigkeit der englischen Sprache befragt.
Englischkenntnisse im Industrie- und Technologiesektor enorm wichtig
Dabei zeigt sich, dass bei 17 Prozent Englisch bereits die Unternehmenssprache ist. Dies gilt nicht nur für große Betriebe, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen, gerade im Sektor Industrie und Technologie. Bei Firmen aus diesem Bereich sind exzellente Englischkenntnisse von großer Bedeutung, da die gesamte Kommunikation und alle Prozesse auf Englisch stattfinden. Die hoch globalisierte Arbeitsumgebung sowie die Technologien setzen hier entsprechende Sprachkenntnisse voraus.
„Es ist beachtlich, dass in Deutschland bereits 67 Prozent der befragten Industriebetriebe Englisch entweder ganz oder teilweise als Unternehmenssprache haben. Zudem sind 75 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Bedeutung von Englisch in diesem Bereich in den letzten fünf Jahren enorm zugenommen hat“, sagt Kerstin Großmann, Head of Network Services bei Cambridge English.
Sprachzertifikate als Nachweis notwendig
Knapp ein Drittel (28 Prozent) der Unternehmen, die Englisch als offizielle Sprache haben, halten internationale Sprachzertifikate als Nachweis bei Bewerbungen für unbedingt notwendig oder notwendig.
Und das aus gutem Grund, meint Kerstin Großmann. „Wenn beispielsweise in einem Bewerbungsgespräch Englisch gesprochen wird, können die Personalverantwortlichen zwar das Sprachvermögen des Bewerbers einschätzen, erfahren aber nichts über seine schriftlichen Kompetenzen auf Englisch.“ Ein internationales Sprachzertifikat decke hingegen auch andere Bereiche wie Schriftsprache und Sprachgebrauch ab. Daraus ergebe sich ein gesamtheitlicher und verlässlicher Eindruck.
Nicht nur auf Angaben im Lebenslauf vertrauen
Bei Englischkenntnissen stimmen die Angaben im Lebenslauf von Bewerbern und die tatsächliche Fähigkeit nicht immer überein. 23 Prozent der Personaler hätten schon einmal festgestellt, dass die dort angegebenen Englischkenntnisse von den tatsächlichen Fähigkeiten abweichen, so Großmann. Das Bewerbungsgespräch teilweise auf Englisch zu führen, sei – neben einem Zertifikat – eine gängige Methode, um sich ein Bild von den Sprachkenntnissen zu machen.
Englischkenntnisse als Grundvoraussetzung für das Top-Management
Besonders in höheren Positionen ist Englisch als Weltsprache Nummer eins nicht mehr wegzudenken. So sehen 71 Prozent der Unternehmen sehr gute Englischkenntnisse als Grundvoraussetzung für das Top Management. Aber auch im mittleren Management (58 Prozent) und im Vertrieb sowie Kundenservice (60 Prozent) nimmt Englisch einen wesentlichen Platz ein.
„Lediglich in niedrigeren Positionen gehören zusätzliche Sprachkenntnisse nicht zum Standard. Wer aber ambitioniert ist und grundsätzlich Interesse hat, im Beruf aufzusteigen und Karriere zu machen, kommt um gute Englischkenntnisse nicht herum. Kurz gesagt: Wer erfolgreich sein will, muss Englisch können“, so Kerstin Großmann.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
328
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
294
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
253
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
201
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
140
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1354
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1218
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
113
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
110
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
90
-
Was nach dem Sieg wirklich ankommt
14.07.2026
-
Elektronische Entgeltunterlagen ab 2027: So setzen Sie die neue BVV-Pflicht rechtzeitig um
13.07.2026
-
Zwei Formen der Resilienz
09.07.2026
-
Berufsorientierung auf Augenhöhe
08.07.2026
-
Deel: "Wir können 24/7-Support anbieten"
08.07.2026
-
"Wir sind noch nicht ganz papierfrei"
07.07.2026
-
Reformvorschläge zu Fehlzeiten: Symptombekämpfung statt Heilung
03.07.2026
-
Ergebnisorientierung bremst Entwicklung
02.07.2026
-
Mitarbeiterbindung beginnt bei der Gehaltsabrechnung
02.07.2026
-
So wird BGM vom Maßnahmenkatalog zum Steuerungsinstrument
30.06.2026