| Digitale Transformation

In den richtigen Rhythmus bringen

Joachim Rotzinger ist Geschäftsführer bei Haufe-Lexware.
Bild: Haufe Online Redaktion

Haufe bringt mit „Rhythmix“ ein Beratungsangebot auf den Markt, mit dem Unternehmen Transformationsprozesse nachhaltig umsetzen können. Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub sprach mit Joachim Rotzinger, Geschäftsführer Haufe-Lexware.

Personalmagazin: Für digitale Transformation gibt es zahlreiche Beratungsangebote. Haufe hat unter dem Namen Rhythmix ein eigenes Beratungsangebot geschaffen. Was ist das Besondere daran?

Joachim Rotzinger:  Rhythmix ist im Kern eine Lösung, die Unternehmen hilft, Business- und Transformationsstrategien nachhaltig bei ihren Mitarbeitern und in ihrer Organisation zu verankern. Das Besondere ist der dreidimensionale Lösungsansatz:  Statt auf isolierte Angebote setzen wir auf integrierte Lösungen, die Mitarbeiter, Prozesse und Tools der Organisation in Einklang bringen und verbessern. Wir setzen innovative und interaktive Methoden ein, beispielsweise aus dem Bereich Gamifikation, und haben eine umfassende Auswahl an erstklassigen Applikationen, Trainings und Services. Damit unterscheiden wir uns von klassischen Beratungsangeboten.

Personalmagazin: Wen wollen Sie mit diesem Angebot ansprechen?

Rotzinger:  Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich grundlegend verändern zu müssen. Im Zuge der digitalen Transformation entstehen disruptive Geschäftsmodelle, die selbst historisch gewachsene und lange Zeit stabile Branchen revolutionieren. Gleichzeitig erwarten Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber mehr Selbstbestimmung und Mitsprache im besten unternehmerischen Sinne, also mehr Verantwortung. Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, ein neues Betriebssystem zu entwickeln, das diesen Anforderungen gerecht wird. Und wir wollen sie bei einem Transformationsprozess unterstützen, der die Mitarbeiter  nicht nur mitnimmt, sondern deren Veränderungskraft als starken Treiber nutzt.

Personalmagazin: Der Name Rhythmix klingt nach Musik und Tanz. Wie passt das in die Managementwelt, die über Kennzahlen gesteuert wird?

Rotzinger:  Bei erfolgreichen Unternehmen lässt sich immer ein Rhythmus feststellen, in dem sich das ganze Unternehmen – Management, Organisation und Mitarbeiter – in einer gewissen Balance befindet. Aufgrund der schon genannten Herausforderungen haben viele Unternehmen jedoch ihren Rhythmus verloren und sind etwas aus dem Takt geraten. Zudem haben wir in zahlreichen Kundengesprächen festgestellt, dass die meisten zwar eine Erfolgsstrategie haben, aber noch nicht wissen, wie sie diese umsetzen können. Mit Rhythmix – eine Wortkreation aus Rhythmus und Mix – helfen wir Unternehmen, den richtigen Rhythmus wiederzufinden und den richtigen Takt, um ihre spezifischen Strategien zu erarbeiten und umzusetzen.

Personalmagazin: Sie beobachten, dass Strategien in den Unternehmen vielfach nicht umgesetzt werden. Was sind aus Ihrer Sicht die Ursachen dafür?

Rotzinger:  Meines Erachtens kommen viele Strategien gar nicht bei der mittleren Führungsebene und den Mitarbeitern an. Häufig werden sie vom Management entwickelt und dann von oben angeordnet, ohne die Mitarbeiter in den Entstehungsprozess einzubinden oder sie zumindest ausreichend zu informieren. So kann keine Sogwirkung entstehen, die das Verhalten der Mitarbeiter aus Überzeugung ändert und einen „behavioural change“ herbeiführt. Genau diese Verhaltensänderungen sind aber zwingende Voraussetzung für zukunftsgerichtete Strategien. Wir beziehen alle relevanten Personen hierarchieübergreifend ein und schaffen so ein starkes Commitment, das mit den entsprechenden Prozessen und Tools erfolgsversprechend wirken kann.

Personalmagazin: Auch andere mittelständische Berater nehmen für sich in Anspruch, umsetzungsstark zu sein. Welche besondere Expertise bringt Haufe hier mit?

Rotzinger:  Unsere eigene Erfahrung. Wir haben die Entwicklungen in der Verlags-, Software- und Weiterbildungs-Branche und die Herausforderungen der digitalen Transformation schon vor vielen Jahren antizipiert – und frühzeitig einen erfolgreichen Wandel vom Fachverlag zum digitalen Vorreiter durchlaufen. Das Wissen und die praktische Umsetzungerfahrung, die wir dadurch gewonnen haben, kann kaum ein Berater vorweisen. Zudem können wir zahlreiche Projekte bei namhaften Unternehmen in verschiedenen Branchen vorweisen. Diese Erfahrungen und das Angebot an praktischen Lösungen machen Haufe zum Experten für Business-Transformation und Change. Dazu kommt: wir lassen uns am Umsetzungserfolg messen und bleiben bei unseren Kunden, bis alle Ziele erreicht sind.

Personalmagazin: Sie reden von einem integrierten Angebot. Das ist ein hoher Anspruch. Wie muss man sich den Ablauf eines solchen integrierten Projekts vorstellen?

Rotzinger:  Wir sind überzeugt, dass isolierte Lösungen – also Beratung, Weiterbildung oder Software als Einzelangebote – tiefgreifende Organisationsprobleme nicht vollständig beheben können. Um echte Veränderungen zu bewirken, brauchen Unternehmen eine ganzheitliche Herangehensweise. Darauf zielt unser dreidimensionaler Ansatz ab. Den Ablauf können Sie sich so vorstellen: Zunächst analysieren wir mithilfe der Methode „Eigenland“ gemeinsam mit dem Kunden die Herausforderungen und Probleme. Anschließend erstellen wir mit allen relevanten Stakeholdern auf spielerische Weise eine sehr ernst gemeinte Vision für das Unternehmen beziehungsweise das jeweilige Projekt. Ein Beispiel dafür ist, dass wir mit dem Einsatz von „Lego Serious Play“ eine  Zukunftsvision für das Recruiting eines Unternehmens erarbeiten. Darauf aufbauend entwickeln wir mit der Methode „Metro Map“ eine Prozesslandschaft, in der abgebildet wird, wie die Vision im Tagesgeschäft umgesetzt werden kann. Im nächsten Schritt werden integrierte Lösungen konzipiert. Dazu gehört die Befägigung der Mitarbeiter, das Neue umzusetzen,  sowie Software-Angebote, die die entsprechenden Prozesse unterstützen.

Personalmagazin: Wie werden solche Projekte abgerechnet? Ist das ein Gesamtpaket aus Software, Beratung und Trainingseinheiten oder werden die Einzelbestandteile getrennt verkauft?

Rotzinger:  Ja, wir bieten ein Gesamtpaket an – und lassen uns sogar am Erfolg messen. Das Businessmodell Success-as-a-Service , das Rhythmix zugrunde liegt, bindet die Vergütung an die gemeinsam definierten Ziele des Unternehmens. Nur wenn diese zu 100 Prozent erreicht werden, muss der Kunde den vollen Preis bezahlen.  Auch dies ist Ausdruck unseres Commitments gegenüber unseren Kunden in Bezug auf die Wirksamkeit unserer Lösungen.

Personalmagazin: Passt Ihr Angebot vor allem auf Unternehmen, die eine digitale Transformation vor sich haben und diese gestalten wollen?

Rotzinger:  Ja, das kann man grundsätzlich so sagen. Alle Branchen, von Maschinen- und Anlagenbauern über Hotelketten und Logistikunternehmen bis hin zu Automobilherstellern sind betroffen. Und damit ist quasi jedes Unternehmen potenzieller Kunde. Wichtig ist, dass Rhythmix vollkommen branchenunabhängig eingesetzt werden kann und für mittelständische Unternehmen ebenso wie für Großkonzerne geeignet ist.  

 

Das Interview führte Reiner Straub.


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Schlagworte zum Thema:  HR-Software, Dienstleister, Agilität, Transformation

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