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Welche Kompetenzen virtuelle Teams voranbringen

Virtuelle Teams müssen Vertrauen untereinander aufbauen und über die Distanz halten können.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Damit ein Team über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten kann, müssen Führungskraft und die Teammitglieder vor allem Vertrauen untereinander aufbauen können. Eine Studie der Hay Group zeigt auf, welche weiteren Kompetenzen daneben noch wichtig sind.

Eine weitere Fähigkeit, die der Vorgesetzte eines virtuellen Teams besonderes gut beherrschen sollte: Er muss sehr genau die Rollen und Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter festlegen können, so das Ergebnis der Umfrage unter knapp 300 Mitarbeiter aus weltweit operierenden Unternehmen. "Es ist seine Aufgabe, darauf zu achten, dass diese Rollen auch eingehalten werden", so Rumpf.

Die Mitglieder von virtuellen Teams schätzen es zudem, wenn der Chef ein erstes Treffen (Kick-off-Meeting) vor dem Einsatz organisiert und auch persönliche Treffen während und nach dem Einsatz stattfinden. "Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen. Nur so merken die einzelnen Mitarbeiter, welche Stärken und Schwächen die Kollegen haben und wie sie am effektivsten miteinander arbeiten können", sagt Jörg Rumpf, Vice President und Experte für Leadership Transformation bei Hay Group.

Die Kompetenzen der Teammitglieder

Aber auch die Teammitglieder selbst können einiges dazu beitragen, dass ihr virtuelles Team erfolgreich ist. Auch hier ist Vertrauen das Schlüsselwort. "Dass Vertrauen auch über Ländergrenzen und Kontinente entstehen kann, daran kann jeder mitarbeiten", sagt Rumpf.

Als zweitwichtigsten Erfolgsfaktor nannten die befragten Mitarbeiter den Wissenstransfer. "Gerade in virtuellen Teams ist es wichtig, dass alle Teammitglieder auf demselben Wissensstand sind und auf dieselben Informationen zurückgreifen können", so Andreas Zimmermann, Geschäftsführer des Führungskräfte Instituts. An Nummer drei und vier der wichtigsten Erfolgsfaktoren nannten die Studienteilnehmer gute Englischkenntnisse und eine klare Ausdrucksweise. "Da die Kommunikation der virtuellen Teammitglieder vorwiegend über Informations- und Kommunikationstechnologien und nicht persönlich stattfindet, ist es für den Erfolg virtueller Teams unabdingbar, dass sich alle Mitglieder in der englischen Sprache sicher bewegen und ausdrücken können um Missverständnissen vorzubeugen", sagt Zimmermann.

Virtuelle Teamarbeit wird oft nicht genug anerkannt

"In virtuellen Teams ist alles schwieriger" – das sagen die betroffenen Mitarbeiter und wünschen sich mehr Akzeptanz von der Unternehmensleitung, den Führungskräften und den Mitarbeitern des eigenen Unternehmens. So sind nur 34 Prozent der Befragten damit zufrieden, wie in ihrer Firma mit dem virtuellen Teams umgegangen wird.

Haufe Online Redaktion

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