Führungskräfte unterschätzen KI-Angst der Mitarbeitenden
Wie die Studie "Work, workforce, workers – Reinvented in the age of generative AI" von Accenture zeigt, unterschätzen viele Führungskräfte die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bezug auf generative künstliche Intelligenz (generative KI). So geht weniger als ein Drittel der befragten Führungskräfte davon aus, dass sich Mitarbeitende überhaupt Sorgen darüber machen, den Arbeitsplatz durch KI-Technologie zu verlieren. Tatsächlich hat diese Sorge aber ein Großteil der Mitarbeitenden: Sechs von zehn Befragten fühlen sich in ihrem Job unsicher und wünschen sich Klarheit darüber, was die Technologie für ihre berufliche Zukunft bedeutet.
Generative KI: Mitarbeitende befürchten mehr Stress und Burnout
Für die Studie wurden weltweit über 7.000 C-Level-Führungskräfte und 5.000 Mitarbeitende großer Unternehmen (mehr als eine Milliarde US-Dollar Jahresumsatz) befragt. Die Mehrheit der befragten Mitarbeitenden zeigte sich besorgt darüber, dass die Arbeit durch generative KI stressiger wird als zuvor – und sogar zum Burnout führen könnte (60 Prozent). Während viele Führungskräfte diese Sorgen unterschätzen, scheinen sich auch Unternehmen bislang wenig damit auseinandergesetzt zu haben: Drei Viertel der weltweit befragten Unternehmen haben keine Strategien oder Initiativen, wie generative KI-Anwendungen eingeführt werden können, damit Mitarbeitende dies als positiv erleben.
Es fehlt an Kompetenz im Umgang mit generativer KI
Die Studie zeigt auch, dass fast alle befragten Mitarbeitenden generative KI als nutzbringend für ihre Arbeit ansehen (95 Prozent) und zuversichtlich sind, die benötigten Fähigkeiten entwickeln zu können (94 Prozent). Acht von zehn Befragten gaben an, bereits heute ein gewisses Verständnis für die Technologie zu haben.
Um aber das Potenzial von generativer KI für das Unternehmen voll auszuschöpfen, fehlt es den Führungskräften an Kompetenz: Zwei Drittel geben zu, dass sie noch zu unerfahren sind, was die Technologie betrifft. Dahingehend sind laut der Studienergebnisse nur neun Prozent der Unternehmen "führend" – etwa indem sie ihren Gewinn steigern und gleichzeitig die Kompetenz ihrer Mitarbeitenden erhöhen, mit der Technologie zu arbeiten.
Das könnte sie auch interessieren:
Generative KI in Unternehmen schon weit verbreitet
Generative KI könnte zum Produktivitätsbooster werden
Neue Skills und Kompetenzen im Personalmanagement
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
408
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
383
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
196
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
141
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
137
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
137
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
129
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1228
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1184
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
116
-
Wie Führungskräfte gelassen und souverän ins neue Jahr starten
09.01.2026
-
Diese HR-Tech-Entwicklungen sollten Sie 2026 verfolgen
08.01.2026
-
2026 – Warum der bAV-Arbeitgeberzuschuss ohne Digitalisierung zum Risiko wird
07.01.2026
-
"HR darf nicht immer auf Erlaubnis warten"
07.01.2026
-
“Nicht das Gehalt erhöhen, sondern den Gehalt”
05.01.2026
-
Sechs Ansätze für lokales Recruiting
30.12.2025
-
KI im Unternehmen implementieren: 3-Stufen-Leitfaden
30.12.2025
-
Die Rolle der Führungskraft beim Offboarding
29.12.2025
-
Jung, dynamisch, männlich: Stellenanzeigen grenzen aus
22.12.2025
-
Engagement statt PR: Inklusion als Employer-Branding-Faktor
19.12.2025