Die Grenzen des Bauchgefühls
Nicht erst seit dem Hollywood-Film "Moneyball", bei dem es um einen statistikversessenen und mit diesem Ansatz letztlich hoch erfolgreichen Baseball-Trainer geht, diskutieren Personalwissenschaftler und -praktiker darüber, inwiefern das evidenzbasierte Management dem Bauchgefühl überlegen ist. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals "PERSONALquarterly" befassen sich die Professoren Thorsten Biemann, Dirk Sliwka und Heiko Weckmüller nun mit der Frage, welchen Nutzen empirische Ergebnisse aus der Personalforschung für die betriebliche Praxis haben. Das Ergebnis: Die Einbeziehung empirischer Evidenz lohnt sich insbesondere dann, wenn strategische Entscheidungen unter hoher Unsicherheit getroffen würden.
Studienergebnisse sollten mit Bedacht genutzt werden
Allerdings nutzt demnach auch die beste Personalforschung nichts, wenn die Praktiker nicht bestimmte Voraussetzungen beachten, wenn sie entsprechende Untersuchungen zur Entscheidungsfindung heranziehen. So sollten sie wissenschaftliche Studien stets als Ergänzung zu anderen Informationsquellen nutzen - nicht als alleinige Grundlage für ihre Entschlüsse. Sie müssen sich zudem zumindest Grundlagenkenntnisse zu wichtigen empirischen Methoden aneignen. Und sie können die Forschungsergebnisse nur auf ihr eigenes Unternehmen übertragen, wenn sie vorher die allgemeinen Ergebnisse mit den Besonderheiten des Unternehmens abgleichen. Auf Erfahrung könnten Praktiker laut den Professoren dann besser setzen, wenn sie schnelle Entscheidungen im Tagesgeschäft fällen müssen.
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
555
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
222
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
186
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
181
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1174
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
114
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
102
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
95
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
888
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
68
-
KI verändert nicht nur Jobs. Sie verändert Organisationen.
01.09.2026
-
Frauengesundheit am Arbeitsplatz: Wechseljahre, Kinderwunsch und neue Benefits
01.09.2026
-
Unternehmen zahlten 2025 fast 86 Milliarden Euro für erkrankte Mitarbeitende
31.08.2026
-
Der Perspektiv-Shift
28.08.2026
-
Wenn Recruiting am Jobtitel scheitert
27.08.2026
-
Wie Führungskräfte Mitarbeitergespräche vereinfachen
26.08.2026
-
Work Culture Festival: Kultur, KI und die Zukunft des Büros
26.08.2026
-
Die großen Denkfehler bei der Raumgestaltung
25.08.2026
-
Wertschätzen statt abwimmeln – zehn Tipps für Absagen
25.08.20261
-
bKV: Gesundheit als Basis für Erfolg und Produktivität
24.08.2026